41 Millionen Euro für Häfen

Die Entwicklung an den Seehäfen Niedersachsen verlief 2018 sehr unterschiedlich.

In Wilhelmshaven wurden etwa 18 Prozent weniger Öl umgeschlagen. Zugleich stieg der Umschlag an Containern im Jade-Weser-Port ebenfalls um 18 Prozent. Brake verzeichnete wegen der Futtermittelimporte ein Plus von 11 Prozent. In Emden riss der fehlende Umschlag an Baumineralien die Bilanz 12 Prozent ins Minus. Insgesamt sieht Wirtschaftsminister Bernd Althusmann die niedersächsischen Häfen auf einem guten Entwicklungsweg. Die Landesregierung setze sich dafür ein, dass der Bund Wilhelmshaven und möglichst auch Stade als Standorte für Terminals mit Flüssigerdgas fördere.

2019 will Niedersachsen 41 Millionen Euro in die Häfen investieren, nachdem Niedersachsen Ports vergangenes Jahr bereits 40 Millionen Euro bekommen hatte. 11 Millionen Euro sollen in diesem Jahr allein in die Bahnanlagen in den Häfen und eine bessere Schienenanbindung investiert werden, sagte Geschäftsführer Holger Banik.

In Brake können durch den Bau des Großschiffsliegeplatzes an der Südpier nun zwei Schiffe mit einer Länge von bis zu 270 Metern gleichzeitig festmachen. Am bestehenden ersten Großschiffsliegeplatz werden zurzeit die Fender und Poller saniert. Zudem wird weiter an der Brücke Berliner Straße gebaut, die künftig über die Bahngleise führt. Die Brücke ersetzt die parallel zueinander verlaufenden Bahnübergänge, an denen sich nur teilweise Schranken befinden.

In Cuxhaven wurden drei Bauprojekte abgeschlossen. Im September gab es die Einweihung des Liegeplatzes 4. Die Umschlagkapazität am Standort hat sich dadurch seit der Inbetriebnahme durch den Terminalbetreiber Cuxport schon jetzt deutlich erhöht. Außerdem wurden der Hansakai und der Liegeplatz 9.1 eingeweiht. Zuletzt reichte N-Ports bei der zuständigen Behörde den Antrag zur Planfeststellung der Liegeplätze 5 bis 7 ein (thb.info 27. Februar 2019).

Nachdem in Emden die Bauwerksprüfung der Großen Seeschleuse abgeschlossen ist, laufen die Planungen der Sanierungsarbeiten. N-Ports rechnet hier mit einem Zeitraum von mehreren Jahren, da die Projekte zur Instandhaltung unter laufendem Betrieb der Schleuse umgesetzt werden müssen. Mit der Fertigstellung des Großschiffsliegeplatzes wird eine 860 Meter lange Kaje zur Verfügung stehen.

In Wilhelmshaven plant N-Ports zweieinhalb Jahre und zehn Millionen Euro Investitionen für die Sanierung des Helgoland- und Wangeroogkais. fab

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