Ashdod verstärkt Cyberschutz

Im Hafen Ashdod, etwa 40 Kilometer von Tel Aviv entfernt, werden jährlich 1,5 Millionen TEU umgeschlagen, Foto: Ronen Akerman
Um sich vor Cyberattacken zu schützen, setzt der israelische Hafen Ashdod das „Port-Dome“-Sicherheitssystem des auf IT-Sicherheit im maritimen Bereich spezialisierten Dienstleisters Naval Dome. Damit soll verhindert werden, dass sich Hacker Zugriff auf netzwerkbasierte OT-Systeme (Operational Technology) des Hafens verschaffen können.
Geplant sei, die Technologie im gesamten Netzwerk des Hafens einzusetzen. Dazu zählten Verkehrsleitsysteme, Liegeplätze, Brücken, Schleusen und Tore, Terminalkräne und Lagereinrichtungen sowie alle Zugangspunkte und Gateways. „Sobald Port-Dome installiert ist, wird der Hafen von Ashdod einer der sichersten Containerterminals sein, die in Betrieb sind“, erklärt Itai Sela, CEO von Naval Dome.
Port-Dome wurde nach Angaben des israelischen Cybersicherheitsspezialisten speziell für Hafen-OT-Systeme entwickelt. Hafen- und Terminalbetreiber könnten die Sicherheitslösung nutzen, ohne dass Systeme aufgerüstet oder bestehende Infrastrukturen geändert werden müssten. Auch Schulungen seien nicht erforderlich. „Der einzige Unterschied besteht darin, dass Hacker keinen Zugang erhalten werden“, sagt Sela.
Im Hafen von Ashdod, etwa 40 Kilometer von Tel Aviv entfernt, werden jährlich mehr als 1,5 Millionen TEU umgeschlagen. Es ist das größte Containervolumen aller israelischen Häfen. bek
