Bau eines LNG-Terminals
In Brunsbüttel ist ein neues Industrieforum entstanden.
Zur Gründung am Montag kamen Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (beide SPD) in die Hafenstadt im Kreis Dithmarschen. Beide Politiker erhoffen sich neue Ideen für die Weiterentwicklung von Schleswig-Holsteins größtem Industriegebiet.
Veranstalter des Forums sind die Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel und die Gewerkschaften des DGB Nord. „Von der Landesregierung erwarten wir ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Brunsbüttel mit fairen Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord. Polkaehn sprach sich vor allem für Investitionen in die Infrastruktur und Verkehrswege aus, etwa am Nord-Ostsee-Kanal.
Wirtschaftsminister Meyer bezeichnete Brunsbüttel als hervorragenden Standort für den Bau eines nationalen Terminals für Flüssiggas. Die EU-Kommission habe ein starkes Interesse an einem nationalen LNG-Terminal in Deutschland, sagte Meyer und verwies auf Gespräche vergangene Woche in Brüssel. „Die Strategie der EU-Kommission setzt auf die Nutzung von LNG-Gas, nicht nur für den Schiffsverkehr, sondern möglicherweise auch als Energiereserve.“ Sollte ein entsprechendes Projekt in Brunsbüttel entstehen, könnte es Möglichkeiten für eine Förderung durch die EU geben. „Jetzt müssen wir weiter daran arbeiten, Brunsbüttel auch international zu positionieren“, sagte Meyer.
Ministerpräsident Albig forderte „zukunftsfähige Ansätze“, um den Industriestandort Brunsbüttel „langfristig wettbewerbsfähig zu halten“. dpa/fab
