„Beitrag zur deutschen Energiewende“

Im Brunsbütteler Elbehafen sind zwei jeweils 285 Tonnen schwere Transformatoren für einen der wichtigsten Netzknoten Deutschlands umgeschlagen worden.

Wie Brunsbüttel Ports am Mittwoch mitteilte, sind die beiden Direktkuppeltransformatoren für das Umspannwerk Wilster bestimmt und sollen dort künftig die Stromachsen NordLink und SuedLink verbinden.

Die Trafos des Herstellers ABB wurden zunächst per Binnenschiff von Bad Honnef bei Bonn nach Rotterdam verschifft und von dort aus per Küstenmotorschiff nach Brunsbüttel transportiert, wo sie am Dienstag eintrafen. Nach dem Umschlag der voluminösen und schweren Ladung durch den Schwimmkran „Enak“ ist der erste Trafo in der Nacht zu Mittwoch bereits im rund sieben Kilometer entfernten Umspannwerk angekommen. Der zweite Straßentransport soll in der Nacht zu Freitag erfolgen. Dabei kommt ein sogenannter Tragschnabelwagen mit 24 Achsen zum Einsatz. Mit Zug- und Schubmaschinen kommt jeder Transportzug auf eine Gesamtlänge von 72 Metern und ein Gesamtgewicht von 490 Tonnen.

Die beiden Transformatoren werden der Mitteilung zufolge die 380-Kilovolt-Ebene des Netzbetreibers Tennet mit dem 110-Kilovolt-Netz der Schleswig Holstein Netz AG verbinden. Mit einer Übertragungskapazität von jeweils 300 Megavoltampere (MVA) könnten die Trafos rein rechnerisch Strom für rund eine Million Haushalte transformieren. Tennet gewährleiste mit den Transformatoren, dass der landseitig erzeugte Windstrom zukunftssicher in das Übertragungsnetz integriert und abtransportiert werden kann. Aufgrund der Verbindungen zum unterlagerten Netz der Schleswig-Holstein Netz AG sowie der Verknüpfungen mit den Konvertern der Gleichstromverbindungen NordLink und des in Planung befindlichen SuedLinks stelle die Anlage ein wichtiges Fundament für eine nachhaltige Stromversorgung aus regenerativen Energiequellen dar.

„Wir freuen uns sehr, anspruchsvolle Projekte mit überregionaler Bedeutung im Elbehafen abwickeln zu können und so einen Beitrag zur deutschen Energiewende zu leisten“, so Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH. bek

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