Bereit für den Aufschwung

Im Hafen von Brunsbüttel soll ab Mitte April ein neuer Vielzweckkran montiert werden. Acht Millionen Euro investiert die Brunsbüttel Ports GmbH in das Projekt. Lange geplant, macht es gerade jetzt in der schwierigen wirtschaftlichen Phase Mut für die Zukunft.

„Dank der reibungslosen Produktion und der guten Zusammenarbeit mit dem Hersteller wird unser neuer Kran bereits einige Zeit früher als geplant für unsere Umschlagtätigkeiten zur Verfügung stehen“, berichtet Frank Schnabel, der Geschäftsführer des Hafenbetreibers. „Dies wird uns ermöglichen, noch größere Gütermengen noch flexibler umzuschlagen.“

Mit der Lage an der Unterelbe und am Nord-Ostsee-Kanal bietet die Hafengruppe Brunsbüttel – mit Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor – direkten Zugang zu Nord- und Ostsee, eine Nähe zu Hamburg, den Anschluss an die europäischen Binnenwasserwege sowie die Industrieflächen.

Die Fertigung der Einzelkomponenten für den Kran 7 befindet sich auf der Zielgeraden. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein im Baufortschritt der Großinvestition von Brunsbüttel Ports“, so Schnabel. Der Vielzweckkran wird ein Doppellenker-Wippdrehkran. Das Model „Tukan“ habe durch seine Technologie eine hohe Energieeffizienz und geringe Lärmemissionen und sei besonders umweltfreundlich, heißt es.

Die Hubleistung wird von 120 Tonnen mit dem neuen Kran auf 240 Tonnen im Tandemhub verdoppelt. Schnabel: „Durch die hohe Hubleistung und die große Auslage des Krans von maximal 63 Metern können zukünftig noch schwerere Güter umgeschlagen werden, auch von Schiff zu Schiff im Transshipment.“

Der Elbehafen Brunsbüttel ist ein Universalhafen und verfügt über einen trimodalen Terminalanschluss, wodurch optimale Transportverbindungen mit Lkw, Bahn, Seeschiff und Binnenschiff gewährleistet sind.

Vorbehaltlich möglicher Einschränkungen durch das Coronavirus ist geplant, den Kran bis Ende Juni zu montieren. Dazu werden die Einzelkomponenten wie Fahrwerk, Portal, Kranausleger, das Maschinenhaus und die Kranausrüstung, die an mehreren Standorten in Deutschland, Polen und Ungarn gefertigt wurden, nach Brunsbüttel transportiert. Direkt vor Ort werden die Teile zum kompletten Kran montiert.

„Wir freuen uns bereits darauf, zu sehen, wie die Einzelteile bei uns im Elbehafen zu einem großen Hafenkran und damit zu einem echten ‚Hingucker‘ zusammengesetzt werden“, so Schnabel.  tja

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