Cruise Center 3 kann auch mal Container

Die „Glasgow Express“ lag von Sonnabend bis Dienstag am Cruise Center Steinwerder , Foto: Arndt
Containerschiffe an Hamburgs brandneuem Kreuzfahrtterminal Cruise Center Steinwerder (CC 3/CCS)?
Wer dieser Tage aufmerksamen Blickes durch den Hamburger Hafen fuhr, rieb sich verwundert die Augen, wenn er von der Köhlbrandbrücke in Richtung Blohm + Voss schaute. Denn an dem am 9. Juni vergangenen Jahres eingeweihten CC 3 lag ein Großcontainerschiff der Reederei Hapag-Lloyd. Also doch kein Boom mehr im Kreuzfahrtsegment von Deutschlands größtem Universalhafen? Von wegen. Denn die neue Saison beginnt an diesem Sonnabend, wenn die „AIDAmar“ in Hamburg erwartet wird und am Kronprinzkai des CCS festmachen wird. Mit der 2002 auf der südkoreanischen Dae woo Shipbuilding & Marine Engineering Co. Ltd. gebauten „Glasgow Express“ (IMO 9232589) lag seit Sonnabend ein klassischer Reparaturfall fest vertäut, der am Dienstag wieder in den Regelfahrbetrieb gehen sollte. Den Liegeplatz hatte das Oberhafenamt dem Schiff zugewiesen. An Bord der unter deutscher Flagge fahrenden und von DNV GL klassifizierten „Glasgow Express“ fanden Abschlussarbeiten am Bugstrahlruder statt. Bei der Hamburger Traditionsreederei sprach man gegenüber dem THB von „ganz normalen Reparaturarbeiten“.
Der 281 Meter lange und 32,2 Meter breite Box-Carrier verkehrt im Fahrtgebiet Europa–Südamerika, wobei die Segelliste die Rotation Hamburg, London, Antwerpen, Valparaiso, Callao, Manzanillo, Cartagena, Caucedo, Rotterdam und wieder Hamburg vorsieht.
Der 14 Jahre alte Frachter mit Heimathafen Hamburg hat eine Tragfähigkeit von 54.221 Tonnen und ist mit 46.009 BRZ vermessen. Die Stellplatzkapazität beträgt 4121 TEU. Für temperaturgeführte Ladung stehen insgesamt 1304 Anschlüsse für Reefer-Container zur Verfügung. Gerade im Südamerika-Trade spielt Reefer-Ladung eine wichtige Rolle im Ladungsmix nach Europa. EHA
