Danzig erzielt dritten Umschlagrekord in Folge

Der polnische Ostseehafen Danzig steht vor einem dritten Umschlagrekord in Folge.

Wie die Hafenverwaltung Port of Gdansk Authority SA (PGA SA) jetzt mitteilte, zeichnet sich bis Jahresende eine Umschlagmenge von rund 35 Millionen Tonnen ab. Zur Einordnung: 2013 hatte der Hafen rund 30,3 Millionen und ein Jahr darauf gut 32,3 Millionen Tonnen umgeschlagen. Mit dem absehbaren Mengenrekord hat es Danzig geschafft, die ab 2009 messbaren Folgen von Weltwirtschafts- und Schifffahrtskrise klar hinter sich zu lassen. 2009 kam der Vielzweckhafen auf rund 18,9 Millionen Tonnen Ladung.

Die Hafenverwaltung begründet ihre Zuversicht für das laufende Geschäftsjahr mit der günstigen Umschlagentwicklung während der zurückliegenden elf Monate. Bis Ende November gingen rund 32,5 Millionen Tonnen über die Kaianlagen. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren neben einem starken seewärtigen Außenhandel auch die umfangreichen Investitionen der verschiedenen Hafenunternehmen, so die PGA. Danzig hatte in der Rangfolge der polnischen Seehäfen 2014 beim Güterumschlag einen Marktanteil von gut 43 Prozent.

Indes hat die Hafenverwaltung die Weichen für ein weiteres Mengenwachstum im Massengutumschlag gestellt. Der Terminal an der „Ore Pier“ (Erz-Pier) erhält ein größeres Wendebecken. Für rund 22 Millionen Zloty (5,15 Millionen Euro) wird diese Maßnahme bis Sommer 2016 umgesetzt. Die Hafenverwaltung unterzeichnete jetzt einen Vertrag mit dem dafür gegründeten dänisch-polnischen Baukonsortium PRCiP und Rohde Nielsen. Das Becken bekommt eine Wassertiefe von 16,5 Metern, was den Schiffen einen Tiefgang von bis zu 15 Metern ermöglicht. Gut 1,6 Millionen Kubikmeter Sand und Sedimente müssen beseitigt werden. Bevor die Bauarbeiten beginnen können, sollen zudem aufwendige Untersuchungen zu Munitionsaltlasten starten, weil Danzig gerade zum Ende des Zweiten Weltkriegs schwer umkämpft war. Auch der Sicherung von archäologischen Funden wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. EHA

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