Deutlich mehr Hafenschlick in die Nordsee als geplant

Die Hamburg Port Authority (HPA) wird 2015 statt der ursprünglich geplanten eine Million bis zu zwei Millionen Kubikmeter Elbsedimente in die Nordsee zur Tonne E3 bringen.

Die HPA reagiert damit auf die starke Verschlickung der Elbe auf Hamburger Landesgebiet infolge des trockenen Sommers. Das Land Schleswig-Holstein hat bereits sein Einverständnis erklärt, um einen reibungslosen Schiffsverkehr im Hamburger Hafen zu ermöglichen.

Die Elbe führt in diesem Sommer historisch wenig Wasser, so dass die Strömung eine geringere Menge natürlicher Flusssedimente als üblich in die Nordsee spült. Die daraus resultierenden Ablagerungen behindern zunehmend den Schiffsverkehr. Um den Fluss frei zu bekommen, setzt die HPA Hopperbagger ein, die die Sedimente vom Grund aufsaugen und in die Nordsee verbringen.

Die Möglichkeit, Baggergut aus der Hamburger Strom elbe zur Tonne E3 zu bringen, besteht im Rahmen eines wasserwirtschaftlichen Einvernehmens mit dem Land Schleswig-Holstein und ist für 2015 unter strengen Umweltauflagen verlängert worden. Für jeden verbrachten Kubikmeter Baggergut zahlt die HPA zwei Euro in eine noch zu gründende Stiftung zum Schutz des Wattenmeeres ein.

Um eine ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich verträgliche Lösung für den Umgang mit den Sedimenten zu finden, haben die HPA und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) das Dialogforum Tideelbe initiiert. Die Ergebnisse daraus sollen bis Ende 2015 in ein Konzept münden, mit dem man künftig besser auf extreme Situationen wie in diesem Sommer reagieren kann. bre

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