Deutsche Flagge braucht Stärkung

Deutschland braucht zügig ein Maßnahmenpaket, mit dem die Handelsschifffahrt unter deutscher Flagge wieder wettbewerbsfähiger wird.

Dafür sprach sich Bremens Häfen- und Wirtschaftssenator Martin Günthner am vergangenen Freitag auf dem Bremer Kapitänstag aus. Dieser fand mit rund 300 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zum 51. Mal in Folge statt – wieder in den historischen Räumlichkeiten des Bremer Rathauses. Günthner zufolge „reichen die bestehenden Förderinstrumente für Beschäftigung und Ausbildung in der Seeschifffahrt heute vielfach nicht mehr aus, um den konkurrenzfähigen Einsatz von Seeleuten aus Deutschland im europäischen und internationalen Vergleich zu gewährleisten“. Er mache sich Sorgen um den Verlust von „seemännischem Know-how“ und damit von „wichtiger maritimer Kompetenz“ in Deutschland.

Was die Entwicklung der bremischen Häfen in den zurückliegenden Monaten betreffe, sei diese von den Turbulenzen auf dem Weltmarkt gekennzeichnet. „Die Lage der Weltwirtschaft und das Geschäft an unseren Kajen sind untrennbar miteinander verbunden“, so Günthner. Der Rückgang beim Güterumschlag im ersten Halbjahr sei vergleichsweise moderat ausgefallen. Die Ausrichtung als Universalhafen erweise sich erneut als richtig. Aktueller Investitionsschwerpunkt sei der Bahnbereich in den Häfen, in den rund 40 Millionen Euro flössen. EHA

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