Deutsche Häfen verlieren Ladung

Die deutschen Seehäfen bekommen beim Seegüterumschlag die Folgen konjunktureller Schwächen und politischer Unsicherheiten zu spüren.

Das wurde durch die am Montag veröffentlichen Halbjahreszahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigt. Danach wurden zwischen Januar und Ende Juni rund 151,8 Millionen Tonnen Ladung über die Kais und Terminals der Häfen an Nord- und Ostsee bewegt. Das ist ein Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als gut 152 Millionen Tonnen bewegt wurden. Bestimmend für den Gesamtumschlag war ein Rückgang bei den Importen. Hingegen legten die seewärtigen Ausfuhren um gut 0,8 Prozent zu. Einen kräftigen Anstieg verzeichnen die Statistiker auch beim innerdeutschen Seegüterverkehr, der sich mengenmäßig um gut 6,3 Prozent verbesserte.

Besonders deutlich wird der Umschlagrückgang bei den Containerverkehren. Auf TEU-Grundlage fielen im Berichtszeitraum gut 7,7 Millionen Einheiten an. Das entspricht einem Rückgang um 2,1 Prozent oder rund 0,2 Millionen TEU. Unter den Top-Verkehrsteilmärkten im Containerverkehr schwächelten vor allem Russland (minus 14,5 Prozent), China (minus 8,1 Prozent) und die USA mit einem Rückgang von 7,3 Prozent. Eine Sonderentwicklung ermittelten die Statistiker für den im September 2012 in Betrieb genommenen JadeWeserPort. Nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten kommt der Umschlag aufgrund verschiedener Initiativen jetzt in Fahrt. Zur Jahresmitte fielen rund 191.000 TEU an. Vor einem Jahr waren es nur 39.000 TEU. Am 19. November wird der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) im Rahmen der Mitgliederversammlung sein Zahlenwerk vorlegen. EHA

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