Duisburg glänzt 2015 mit neuer Umschlagbestmarke

Die duisport-Gruppe verspürt beim Güterumschlag weiterhin kräftigen Rückenwind.

Wie das Hafenunternehmen nach einer ersten Hochrechnung jetzt darlegte, kommt Duisburg auf rund 68 Millionen Tonnen und damit gut fünf Prozent mehr als 2014. Zur Einordnung: Im vergangenen Jahr waren es unterm Strich 64,7 Millionen Tonnen, die über die Kaikanten gingen.

Ausschlaggebend für die erneute positive Umschlagentwicklung ist nach Analyse von Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, „insbesondere das positive Ergebnis im kombinierten Verkehr“ (KV). Staake weiter: „Der Containerumschlag per Schiff, Bahn und Lkw wird voraussichtlich um sechs Prozent auf 3,6 Millionen TEU anwachsen.“ Damit sei eine „neue Höchstmarke“ erreicht. 2014 waren es gut 3,4 Millionen Standardbehältnisse im KV. Mit Blick auf stagnierende Logistikmärkte in Europa könne der Hafen „mit den erreichten Ergebnissen mehr als zufrieden sein“, betont Staake. Er verweist darauf, dass es „erstmalig seit der Wirtschaftskrise in 2008/09 einen leichten Rückgang des Seecontainerumschlags in der Hamburg-Le-Havre-Range gibt“.

Angesichts dieser Entwicklung konstatierte er: „Offensichtlich haben wir uns gut geschlagen und konnten weitere Marktanteile hinzugewinnen.“

Hinsichtlich der verschneidenen Gütersparten erwiesen sich im laufenden Jahr die Segmente Mineralöle, chemische Erzeugnisse sowie der bereits beschriebene KV/Container umschlag als „wesentliche Treiber“ der Güterumschlagentwicklung. Staake: „Das marktbedingt schwache Stahlgeschäft konnte durch das Wachstum in diesen Bereichen kompensiert werden.“

Der Duisburger Hafen bleibt indes eine tragende Säule der Wirtschaftsstruktur und des Arbeitsmarktes für die Region sowie das gesamte Bundesland Nordrhein-Westfalen. Einer aktuellen Studie zufolge (THB 11. Dezember 2015) ist die gesamte auf den Hafen zurückzuführende Wertschöpfung um vier Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro gewachsen (2011: 2,67 Milliarden Euro) – Zahlen, die für Hafenchef Staake „eindrucksvoll belegen, dass die Dynamik der Logistikwirtschaft in Duisburg und der Region weiter anhält“. Insgesamt sind über 18.400 Arbeitsplätze unmittelbar vom Hafen abhängig und in der Region angesiedelt.

Für 2016 erwartet das Unternehmen duisport „keine nennenswerte Verbesserung des globalen Welthandels“. So würden große asiatische Seehäfen zum Teil „erhebliche Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr aufweisen“. Dies habe auch Aus wirkungen auf die Asia-Europe-Trades. Staake: „Derzeit gibt es keinen echten Treiber für weltwirtschaftliches Wachstum.“ EHA

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