Duisport 2019 mit Umschlagrückgang

Blick auf den Duisport: Der Umschlag ging 2019 zurück, die Betreiber rüsten sich aber für die Zukunft, Foto: Duisport / Hans Blossey
Mit vier Millionen TEU ist der Containerumschlag der Duisburger Hafen AG (Duisport) im vergangenen Jahr fast auf dem Niveau von 2018 geblieben. Damals wurden 4,1 Millionen TEU umgeschlagen. Das meldete Duisport am Dienstag. Mit einem Anteil von etwa 60 Prozent ist der Containerumschlag das wichtigste Duis port-Geschäftsfeld. Für den Gesamtgüterumschlag meldet die Gesellschaft einen Rückgang von 65,3 auf 61,1 Millionen Tonnen.
„Der Abschied von der Kohle, die fortgesetzte Krise im Stahl, die unklaren politischen Rahmenbedingungen der Energiewende, die Herausforderungen der Digitalisierung und die sich abzeichnende konjunkturelle Verschlechterung“, nennt der Duisport-Vorstandsvorsitzende Erich Staake die Hauptursachen für den rückläufigen Gesamtgüterumschlag des Hafens. Staake weiter: „All diese Faktoren wirken wie ein zweiter Strukturwandel für ganz Nordrhein-Westfalen.“
Das Geschäftsmodell der Duisburger Hafen AG sei den damit verbundenen Herausforderungen aber gewachsen, hieß es. „Aber auch ein so gut aufgestelltes Unternehmen wie unseres kann sich auf Dauer den zunehmend schlechteren Rahmenbedingungen nicht entziehen“, so Staake zur vorläufigen Auswertung der Umschlagstatistik des Jahres 2019. Insgesamt lag der Kohle- und Stahlbereich mit 20 Prozent unter Vorjahresniveau. Aber auch die Sperrung der Öresundbrücke, die den Handel mit Skandinavien deutlich beeinträchtigt, und die abgeschwächte Nachfrage nach chemischen Vorprodukten hätten 2019 Einfluss auf die Entwicklung gehabt. Abzuwarten bleibt, wie sich das Umfeld auch unter politischen Einflüssen weiter entwickeln wird.
Gemeinsam mit dem chinesischen Logistik-Konzern Cosco Shipping und weiteren Partnern sollen etwa 100 Millionen Euro in einen neuen Container-Terminal zur direkten Verbesserung der In frastruktur investiert werden. Der Duisburger Hafen möchte damit seine Strategie fortsetzen, die Güterverkehre, insbesondere die aus Osteuropa, von der Straße auf die Schiene zu verlagern. tja
