Duisport-Vorwürfe an Rotterdam

Duisburg will Warenströme aus Rotterdam nicht verlieren, Foto: Duisport/Hans Blossey
Der Duisburger Hafen (Duisport) wirft dem Seehafen Rotterdam Wettbewerbsverzerrung vor. „Wir werden angesichts der Subventionen für den Hinterland-Verkehr aus dem Seehafen Rotterdam nicht länger in der Beobachterposition bleiben“, sagte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, auf der Jahrespressekonferenz in Duisburg. Das habe mit fairem Wettbewerb nichts mehr zu tun und sei als Eingriff in den europäischen Binnenmarkt beihilferechtlich angreifbar. Daher prüfe man rechtliche Schritte.
Heute laufen die Warenströme aus Rotterdam noch weitgehend über den Umschlagplatz Duisburger Hafen. Das könnte sich dadurch möglicherweise bald ändern.
In Kombination mit dem geplanten Ausbau der Betuwe-Linie und des Eisernen Rheins sei künftig sogar eine Art Durchgangsverkehr denkbar, so dass in NRW überhaupt keine Wertschöpfung mehr stattfinde. Im Gegensatz zu Rotterdam halte sich Antwerpen an die Regeln des europäischen Wettbewerbsrechts, so Duisport-Vorstand Markus Bangen. Tochtergesellschaften des Duisport könnten sich dort um solche Verkehre bewerben. gra/bek
