„Elbe-Lübeck-Kanal anpassen“

Der über 100 Jahre alte Elbe-Lübeck-Kanal (ELK) darf nicht zu einem Vergnügungsgewässer für Freizeitskipper degenerieren, sondern muss als wichtiger Hinterlandverkehrsweg erhalten werden.

Dafür tritt die Vereinigung Lübecker Schiffsmakler und Schiffsagenten (VLSS), vertreten durch ihren 1. Vorsitzenden Dierk Faust, einmal mehr ein. Aktueller Anlass sind für den Arbeitgeberverband Aussagen von Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer, die der VLSS „mit Verwunderung“ aufgenommen hat. Faust: „Wir haben nicht den Eindruck, dass Herr Meyer hierzu sein Ohr an der betroffenen Wirtschaft seines Landes hat.“ Demzufolge habe Meyer von der Wirtschaft des Landes erneut verlangt, den konkreten Bedarf für diesen Kanal nachzuweisen, der den Hafen Lübeck – und damit die Ostsee – mit der Elbe und damit dem deutschen Hinterland verbindet. Meyer ließ erkennen, dass er Zweifel an der Notwendigkeit einer seit Jahren von der Wirtschaft geforderten Kanalertüchtigung hat. Für den Verband fällt er mit diesen Bedenken „der Wirtschaft seines eigenen Landes in den Rücken und schwächt die Position und Forderung der Fachgremien“, vor allem getragen von der IHK Lübeck. Faust: „Das ist gleichermaßen verwunderlich und inakzeptabel.“ Der ELK könne und werde sein Potenzial erst dann ausschöpfen können, „wenn durch den erfolgten Ausbau die heutigen Binnenschiffsgenerationen den Kanal überhaupt erst befahren können“, so der VLSS. Hier werde einmal mehr das „Henne-Ei-Prinzip“ verkannt. EHA

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