Eurokai: Umschlagplus im 1. Quartal

Der Umschlag am Eurogate Container Terminal Hamburg ist um 5,5 Prozent gestiegen, Foto: Eurogate
Die elf Containerterminals des Hamburger Eurokai-Konzerns haben im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016 mit 3,68 Millionen TEU (Vorjahr: 3,66 Millionen TEU) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres die Umschlagmengen leicht um insgesamt 0,5 Prozent gesteigert.
Wie aus dem am Mittwoch auf der Homepage des Unternehmens vorgelegten Quartalsbericht weiter hervorgeht, ist dabei der Umschlag in Italien insgesamt um 1,4 Prozent auf 1,21 Millionen TEU (Vorjahr: 1,23 Millionen TEU) gesunken. Während die Mengen der Terminals in Cagliari, Salerno und Ravenna einen Zuwachs verzeichnen konnten, sank das Volumen in Gioia Tauro und La Spezia. Demgegenüber gab es in Deutschland im ersten Quartal ein Plus von 6,8 Prozent auf 2,15 Millionen TEU.
Das Konzernergebnis hat im Berichtszeitraum wegen des insgesamt leichten Anstiegs der Umschlagmengen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ebenfalls leicht zugelegt. Der Börsenkurs der Eurokai-Vorzugsaktie notierte gestern bei 33,25 Euro. Ende März lag der Wert noch bei 28,50 Euro.
Die Umschlagmengen der Eurogate-Gruppe in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven sind im Berichtszeitraum mit 2,15 Millionen TEU gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (2,02 Millionen TEU) insgesamt um 6,8 Prozent „sehr erfreulich gestiegen“, so Eurogate-Chef Thomas Eckelmann. Alle drei deutschen Standorte verzeichnen eine positive Umschlagentwicklung. Während die Mengen in Bremerhaven im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,2 Prozent auf 1,40 Millionen TEU gestiegen sind, gab es am Eurogate Container Terminal Hamburg sogar einen Umschlaganstieg von 5,5 Prozent auf 620.824 TEU.
Hoher Zuwachs
Die Mengen in Wilhelmshaven haben sich im Berichtszeitraum gegenüber dem ersten Quartal 2015 mit einem Zuwachs von 133,5 Prozent auf 131.157 TEU mehr als verdoppelt.
Die Umschlagmengen von Eurogate Tanger (Marokko), und Liscont (Portugal) sind jeweils gesunken. Der Rückgang in Tanger um 25,2 Prozent auf 256.890 TEU ist bedingt durch die Verlagerung einzelner Dienste eines Großkunden, die aufgrund von Kapazitätsengpässen in Tanger nicht vollumfänglich hätten abgefertigt werden können, so Eckelmann. Noch höher war das Minus in Lissabon. Hier sank der Umschlag um 29 Prozent auf 35.926 TEU. Die Mengenentwicklung des Ust-Luga Container Terminals in Russland war aufgrund der andauernden Russland-Krise mit -3,3 Prozent auf 19.743 TEU unverändert rückläufig.
Insgesamt hat sich das Ergebnis der Eurogate-Gruppe im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erneut deutlich verbessert. Eurogate war 1999 von der BLG und dem Hamburger Umschlagunternehmen Eurokai gegründet worden, um die Containeraktivitäten beider Firmen zu bündeln. FBi

