Fünf Baggerschiffe gegen Hafenschlick

Noch bis Ende März befreit die Hamburg Port Authority (HPA) Deutschlands größten Universalhafen von historisch hohen Sedimentsablagerungen.

Unterstützt werden die Maßnahmen jetzt auch vom Laderaumsaugbagger „Alexander von Humboldt“. Begleitend zur Umlagerung bei der Insel Neßsand wird der Hopperbagger gering belastete Sedimente aus der Süderelbe zur Tonne E3 in die Nordsee bringen, teilte die HPA weiter mit. Es handelt sich dabei um Restmengen aus dem bestehenden Einvernehmen mit Schleswig-Holstein aus dem Jahr 2008, die von Hamburg noch ausgeschöpft werden können unter Berücksichtigung strenger Umweltauflagen. Aktueller sind mit der „Alexander von Humboldt“ derzeit fünf Baggerschiffe an den verkehrskritischen Bereichen des Hafens im Einsatz - darunter die „Hein“, „Amazone“, „Ijsseldelta“ und „HAM 317“.

Am Donnerstag beschäftigte sich die Hamburgische Bürgerschaft in einer Aktuellen Stunde auch mit dem Schlick im Hamburger Hafen. Für die Schiffbarkeit ist regelmäßiges Ausbaggern notwendig. Nur so können für große Containerschiffe im Hafen die notwendigen Wassertiefen geboten werden. Denn durch die Strömungsverhältnisse der Elbe lagert sich dort wie in jedem Hafen im Tidegebiet immer wieder Sediment ab. Zuletzt hatte es immer wieder Ärger um nicht ausreichende Tiefen wegen der Verlickung des Hafens gegeben. Nach monatelangen Verhandlungen hatten sich Hamburg und Schleswig-Holstein schließlich darauf verständigt, den ausgebaggerten Schlick weiter vor der Westküste Schleswig-Holsteins abzuladen (THB 10. Februar 2016).

Der Kompromiss der Länder zur Verklappung des Baggerguts bei der Tonne 3 vor Helgoland rund 60 Kilometer vor der Nordseeküste sieht keine Obergrenze vor und ist auf fünf Jahre befristet. Sie kann aber um fünf Jahre verlängert werden. Hamburg zahlt im Gegenzug fünf Euro pro Tonne Trockengewicht an die Stiftung Nationalpark. Das ist etwas mehr als bislang. Außerdem verpflichtet sich Hamburg, die Baggergutmenge dauerhaft zu senken. FBi

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