GATE-Terminal verbessert Auslastung

Energiehafen Rotterdam: Der GATE-Terminal gehört dazu, Foto: Gate LNG Terminal
Der Rotterdamer Hafen sieht sich beim Umschlag von LNG auf Erfolgskurs.
Nachdem der im Oktober 2011 in Betrieb genommene GATE-Terminal zunächst bis weit ins Jahr 2013 hinein unter einer schwachen Auslastung litt, verzeichnet der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) seit dem vergangenen Jahr eine stärkere Inanspruchnahme dieser Anlage, die zunächst als reiner Importterminal ausgelegt war. Ein Grund für die mangelnde Auslastung lag auch darin, dass unter dem Eindruck des Fukushima-Atomdesasters größere Mengen Erdgas nach Japan gelangten, das diesen Rohstoff für die Energieversorgung dringend benötigte. Bis Ende September dieses Jahres steuerten den GATE-Terminal bereits 38 große LNG-Carrier an. Sie löschten dabei insgesamt gut 1,75 Millionen Tonnen Flüssigerdgas. Im Vergleich zu 2014 entsprach das einer Steigerung von gut 84 Prozent. In dem Jahr wurden bis Ende September gut 0,95 Millionen Tonnen LNG gelöscht. Zur Einordnung: Der Terminal ist für den Umschlag von jährlich rund zwölf Millionen Kubikmetern Erdgas ausgelegt und kann bis zu 130 große LNG-Schiffe pro Jahr abfertigen.
Aktuell wird der GATE-Terminal, zu dessen Gesellschafterkreis unter anderem der niederländische Tanklager-Logistiker Koninklijke Vopak NV gehört, technisch so angepasst, das über diese Anlage auch eine in direkter Nachbarschaft entstehende LNG-Bunkerstation bevorratet werden kann. Sie dient der Versorgung von See- und Binnenschiffen gleichermaßen. Bis zu 280 Beladungen pro Jahr sind am neuen Terminal geplant. EHA

