Ghana wagt den Netzausbau

Die Energieversorgung wird für die afrikanischen Staaten zur großen Herausforderung im 21. Jahrhundert. Ghana will nun eine LNG-Infrastruktur schaffen.

Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll der Einstieg in die LNG-Versorgung gelingen, sagte der Vorsitzende der Ghana National Petroleum Corporation (GNPC), Alex Mould, anlässlich einer Energiekonferenz in Accra. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten des Kontinents deckt Ghana rund 70 Prozent seines Energiebedarfs aus umweltschonender Wasserkraft. Nach einer langen Trockenperiode entschied die Regierung im Jahr 2007 den Ausbau von Gaskraftwerken, um von den Wasserständen des Volta und den dadurch unterschiedlichen Leistungsniveaus der Wasserkraftwerke unabhängiger zu werden. Der Gasbedarf wurde bisher durch eine Pipeline aus Nigeria gedeckt. Das von China gebaute Sunon-Asogli-Gaskraftwerk kann wegen Lieferengpässen aber nicht unter Volllast arbeiten. Die benötigte LNG-Infrastruktur soll vor allem im Hafen von Tema erfolgen. Die norwegische Golar LNG will zusammen mit internationalen Investoren am neuen Maersk-Terminal in Tema bis 2018 entsprechende Lagerkapazitäten bauen (in der Grafik Nummer 1). Die Regierung verhandelt derzeit zudem mit Qatargas, BP und Shell als Betreiber des Netzes. pk

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