Güterumschlag in Seehäfen wächst weiter

Der Güterumschlag in den Seehäfen befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs.

Wie der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) jetzt mitteilte, werde für den deutschen Seeverkehr im Zeitraum von 2014 bis 2017 eine Steigerung von insgesamt 7,3 Prozent prognostiziert. Das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 2,4 Prozent pro Jahr.

Der ZDS beruft sich auf die „Gleitende Mittelfristprognose – Sommer 2015“, die das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) am Dienstag veröffentlicht hat. Demnach ist für dieses Jahr mit einem Zuwachs von zwei Prozent zu rechnen. Die Prognosen für den Seeverkehr würden einerseits die positiven und dynamischen Erwartungen zur Entwicklung des Außenhandels, andererseits die Dämpfung des Seehandels durch die unsichere Entwicklung wichtiger Handelspartner wie China und Russland widerspiegeln, so der ZDS. Obwohl sich das Wirtschaftswachstum in China verlangsamen dürfte, sei immer noch ein hohes Handelsvolumen zu erwarten, das gegenüber 2014 mit rund sechs Prozent pro Jahr wachsen werde. Aufgrund günstiger Wechselkursbedingungen und der guten Wirtschaftsentwicklung in den USA und bei weiteren wichtigen Handelspartnern sei deshalb mit einer Steigerung des Seeverkehrsaufkommens von 2,6 Prozent für 2016 und 2,3 Prozent für 2017 zu rechnen.

Zudem werde ein deutlicher Zuwachs durch ansteigende Hinterlandverkehre der deutschen Nordseehäfen erwartet, der sich durch das Wachstum im Seeverkehr, höherwertige Transporte und eine Zunahme von Transporten im kombinierten Verkehr ergebe. Auch Feederverkehre zwischen den Häfen würden an Bedeutung gewinnen, heißt es in der Mittelfristprognose. Für den Zuwachs der Seeverkehre würden alle Güterabteilungen einen Beitrag leisten, da eine günstige Wirtschaftsentwicklung zu einer Güternachfrage in allen Produktionssegmenten führe. Der Handel mit kurzfristigen Konsumgütern nehme zu, und auch für Ener gie- und Bergbauprodukte sei wegen der günstigen Rohstoffpreise mit einem Anstieg beim Aufkommen zu rechnen. Hohe Zuwächse von Chemietransporten ließen darauf schließen, dass die Export- und Importquote der Chemieproduktion weiter zulegen werde.

Der ZDS bewertet es zudem positiv, dass das BAG in seiner aktuellen Mitteilung auch den Seeverkehr erwähnt, was in früheren Pressemitteilungen des Bundesverkehrsministeriums zur Mittelfristprognose nicht der Fall gewesen sei. fab

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