Hacker neuer Hafenchef in Berndshof

Heiko Hacker ist an das Stettiner Haff zurückgekehrt, Foto: Storbeck
Heiko Hacker ist seit Jahresbeginn Geschäftsführer der Umschlaggesellschaft Industriehafen Ueckermünde mbH in Berndshof.
Der in Ueckermünde aufgewachsene 36-Jährige trat die Nachfolge von Uwe Peter Graser an, der im Dezember 2015 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Hacker kehrte nach über zehnjähriger Seefahrtzeit, zunächst bei der Marine und später auf Containerfrachtern der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd, ans Stettiner Haff zurück. Auf seinem letzten Schiff, der 366 Meter langen „Ludwigshafen Express“ (13.167 TEU), fuhr er seit der Indienststellung im April 2014 als 2. Technischer Offizier bis zum 10. Dezember 2015 auf der Route von China nach Hamburg.
Im Industriehafen Berndshof hat Hacker es jetzt überwiegend mit Küstenfrachtern von rund 3000 Tonnen Tragfähigkeit mit einem Maximaltiefgang von gut vier Metern zu tun. Das erste unter seiner Geschäftsführung abgefertigte Schiff war die 114 Meter lange „Grand“ vom russischen Volgo-Balt-Typ. Die „Grand“ machte am 9. Januar mit 2800 Tonnen Roheisen aus Litauen als erster Hafenlieger dieses Jahres in Berndshof fest. Hier werden jährlich etwa 120.000 Tonnen umgeschlagen. Neben Roheisen sind es vor allem Holz, Düngemittel, Düngekalk, Koks sowie Kalk- und Pflastersteine. Der Hafen existiert seit 1913. Er wurde zunächst bis 1933 als Regionalhafen und dann bis 1990 als Betriebshafen einer Ziegelei betrieben. 1993 entstand der Industriehafen Uecker münde in seiner heutigen Form. 1996 wurde die Hafenansteuerung auf eine Wassertiefe von 4,50 Metern ausgebaggert. Heute ist Berndshof ein moderner Umschlagplatz für in- und ausländische See- und Binnenfrachter. Über Oder und Peene erfolgt die direkte Einbindung in das Binnenwasserstraßensystem Deutschlands. Über das Stettiner Haff (Kaiserkanal) gibt es einen brücken- und schleusenfreien Zugang zur Ostsee, zu den Seehäfen in Polen, Skandinavien, im Baltikum und in Russland. Auch Importgüter aus Großbritannien, Belgien und den Niederlanden wurden schon in Berndshof gelöscht. ed/FBi
