„Hafen+“: Niedersachsen Ports entwickelt Nach haltigkeitsprojekt für die maritime Wirtschaft

Nachhaltigkeit ist bei uns ein Versprechen, das tagtäglich gelebt wird“, so Holger Banik, Geschäftsführer von Niedersachsen Ports. Gemeinsam mit dem JadeWeserPort Wilhelmshaven und Seaports Niedersachsen wurde mit „Hafen+“ ein Nachhaltigkeitsprojekt auf den Weg gebracht, das sämtliche Umweltaktivitäten von Hafenwirtschaft und -gesellschaften bündelt.

Ein „Plus“ mit Signalwirkung, das über die klassischen Aufgaben der Häfen hinausgeht. Mit innovativen Projekten und der Zusammenarbeit mit internationalen Partnerorganisationen setzen die Häfen kontinuierlich neue Impulse für den Klimaschutz.

Als leistungsfähige Drehscheiben für den internationalen Güteraustausch und Anlaufpunkt für den Land- und Schiffsverkehr sind Häfen angesichts wachsender Warenströme gefordert, sich weiterzuentwickeln und ihre Infrastruktur auszubauen. Dabei hat die maritime Wirtschaft eine besondere Verantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz. Um ökonomische und ökologische Interessen in Einklang zu bringen, bestimmt bei den niedersächsischen Häfen Nachhaltigkeit den Kurs. Nach einer intensiven Planungsphase und der gemeinsamen Entwicklung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsstrategien ziehen Niedersachsen Ports, JadeWeserPort Wilhelmshaven und Seaports of Niedersachsen im Nachhaltigkeitsprojekt „Hafen+“ an einem Strang. „Es braucht eine verbindende Kraft, ein starkes Commitment, um Nachhaltigkeit wirksam in allen Unternehmen zu verankern und effizient voranzutreiben“, so Banik zur Initiierung des gemeinsamen Projekts. Die Zukunft im Blick haben die niedersächsischen Häfen bereits seit 2002, als sie die ersten Offshore-Häfen entwickelten, um von hier aus den Aufbau von Windparks auf See voranzutreiben – eine wichtige Voraussetzung für die Energiewende.

Klimaschutz als täglicher Kompass

Um die größtmögliche Wirkung zu erzielen, wird kein Hafenbereich ausgespart. Von Investitionen in umweltweltfreundliche Infrastruktur und Mobilität über neue Umschlagtechniken bis hin zur Hafenbeleuchtung setzen die niedersächsischen Häfen alles daran, Energie und CO

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einzusparen. Durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Hafen und der Bereitstellung entsprechender Ladestationen wird Umweltorientierung aktiv gelebt. Sämtliche Fuhrparks werden sukzessive auf umweltfreundliche Antriebstechniken umgestellt, verstärkt auf Erdgas- und Elektrofahrzeuge. Moderne Standards, Hightech und Automatisierung gewährleisten unter anderen bei Kranen, Containerbrücken, Van-Carriern sowie Lager- und Kühlhäusern energieeffiziente und emissionsarme Prozesse.

Konsequent auf nachhaltigem Kurs

Verbindlichkeit hilft, Klimaschutz zu forcieren. Durch die Einführung und Einhaltung international anerkannter Standards und Verfahren verankern die niedersächsischen Häfen ihre Nachhaltigkeitsziele stärker in der Hafenbewirtschaftung. Sinnvolle Umweltzertifizierungen für den Betrieb werden von Qualitäts- und Umweltmanagern der niedersächsischen Häfen regelmäßig geprüft. So bietet die Norm ISO 14001, die international anerkannte Umweltstandards für Unternehmen festlegt, eine konsequente Umweltpolitik und einen regelmäßigen Verbesserungsprozess. An der Einführung des Port Environmental Review Systems (PERS), einem freiwilligen Instrument des vorsorgenden Umweltschutzes, arbeiten die Hafeninfrastrukturgesellschaften aktuell. Es verpflichtet, die maritime Umwelt konsequent zu schützen und bei der Einführung innovativer Umwelttechniken gesetzliche Standards noch zu übertreffen. Die Ergebnisse von Energieeffizienz und reduzierten CO

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-Emissionen werden alle zwei Jahre im aktuellen Umweltbericht der niedersächsischen Häfen veröffentlicht. Um alle Akteure der Hafenwirtschaft auf nachhaltigen Kurs zu bringen, belohnen die niedersächsischen Häfen beispielsweise besonders emissionsarme Schiffe bei Vorlage eines ESI-Zertifikates nach dem Environmental Ship Index mit einem ermäßigten Hafengeld. „Die Initiative „Hafen+“ hat für alle eine Si gnalwirkung“, so Banik. „Ein täglicher Impuls, den Energieverbrauch zu senken und die Ressourceneffizienz zu steigern.“

Intelligent vernetzt die Zukunft gestalten

Intelligente Vernetzung und Vereinfachung von Logistikprozessen werden durch Klimawandel, Globalisierung und steigenden Wettbewerbsdruck immer bedeutsamer. Im Sinne von „Hafen+“ reduzieren die niedersächsischen Häfen dabei auch Schadstoff- und Lärmemissionen. Das elektronische Anmeldeverfahren „Dispo-Track“ sorgt zum Beispiel für eine ökologisch verträglichere Nutzung vorhandener Kapazitäten zwischen Hafenbahn und Eisenbahnverkehren. Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz ist bei den niedersächsischen Häfen keine Insellösung. Über Netzwerke erweitern sie ihr umweltfachliches Know-how und arbeiten mit zahlreichen Partnerorganisationen intensiv an nachhaltigen Lösungen, regional und international. Für die flächendeckende Nutzung des Flüs sig erd ga ses LNG (Liquefied Natural Gas), einer zukunftsweisenden Treibstoffalternative, arbeiten die Häfen in der LNG-Arbeitsgruppe des Maritimen Kompetenzzentrums Leer, unterstützt von der World Ports Climate Initiative (WPCI).

Neben der Umwelt steht bei den niedersächsischen Häfen der Mensch im Fokus. Arbeits- und Gesundheitsschutz, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Personalentwicklung genießen hier einen hohen Stellenwert. Verantwortungsbewusst werden individuelle Arbeitszeitmodelle, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Das schafft ein positives Klima, eine gute Basis, die gesteckten Ziele umzusetzen.

Mit dem Blick auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft wird das Projekt „Hafen+“ auch weiterhin den Wissens- und Erfahrungsaustausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette verstärken, Synergieeffekte schaffen und neue, innovative Umweltprojekte ini tiieren, da sind sich die Verantwortlichen sicher.

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