Klimaschutz fest im Blick haben

Hamburgs Hafen- und Logistikwirtschaft ist gut beraten, sich neben der weiteren Stärkung des Standortes im direkten internationalen Wettbewerbsumfeld auch mit großem Engagement dem Klimaschutz zuzuwenden.

Beides sei schon jetzt, aber erst recht in Zukunft noch stärker untrennbar miteinander verbunden, betonte Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, am Dienstagabend vor Vertretern der maritimen Wirtschaft in der Hansestadt.

Der SPD-Politiker, der sich wie alle Mitglieder der Hamburger Bürgerschaft im Wahlkampfmodus befindet, hatte auf Einladung des Nautischen Vereins zu Hamburg (NV Hamburg) ein Grußwort an die Teilnehmer des diesjährigen Schifffahrtsessens des Traditionsvereins im Hotel Grand Elysée gerichtet. Kapitän Christian Suhr, Vorsitzender des Traditionsvereins, freute sich über weit über 600 Gäste aus nah und fern. Tschentscher wies in seinem knapp zehnminütigen Grußwort darauf hin, dass das Transportmittel Seeschiff unter dem Gesichtspunkt CO2-Ausstoß weiterhin das mit Abstand umweltfreundlichste sei. Das sei inzwischen durch aktuelle Berechnungen klar belegt worden. Indem die Waren über den Wasserweg, das heißt die Meere und auch Flusssysteme, weit ins Hinterland zu den Umschlag- und Verteilknoten gelangen, könne die mit dem Gütertransport verbundene Umweltbelastung gering gehalten werden. Trotz der im Verkehrsträgervergleich positiveren Umweltbilanz dürfe sich die maritime Branche aber nicht dazu verleiten lassen, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Das Gegenteil sei der Fall. „Die Branche kann noch besser werden“, spornte der Bürgermeister die Vertreter der maritimen Wirtschaft an. Es gelte, den Warentransport „möglichst klimafreundlich, wenn nicht sogar eines Tages auch klimaneutral durchzuführen“, so Tschentscher in seiner am Ende mit viel Beifall bedachten Rede. Der Senat habe selbst einiges bereits in die Wege geleitet, damit von der Schifffahrt im Hafen weniger Emissionen ausgehen. Beispielhaft dafür sei die Landstrom-Infrastruktur für Schiffe, die noch weiter ausgebaut werden soll, kündigte er an.

Den Hamburger Hafen sieht er gerade nach dem Start zur Elbvertiefung – „Das dauerte ja viel zu lange“ – wieder auf einem guten Weg. Er jedenfalls verspüre so etwas wie „eine Aufbruchstimmung“ unter den ortsansässigen Firmen und „Rückenwind“ für den Hafen als Ganzes. Ein wichtiger, positiver Impuls werde auch von der Fertigstellung der sogenannten Begegnungsbox im Elbfahrwasser ausgehen. EHA

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