Kooperation ohne Grenzen

Gaben jetzt das Startsignal: Geert Bourgeois (l.) und Raymond Knops, Foto: North Sea Port
Flandern und die Niederlande wollen ihre grenzübergreifende Zusammenarbeit verbessern. Mit diesem Ziel haben der flämische Ministerpräsident Geert Bourgeois und der niederländische Staatssekretär Raymond Knops eine Studie im North Sea Port angestoßen. Das teilte der Hafenverbund, in dem die Standorte Vlissingen, Borssele und Terneuzen sowie Gent vereint sind, jetzt mit.
Im Rahmen der Studie sollen vor allem Planungs- und Verwaltungsprozesse untersucht sowie Unterschiede in der Gesetzgebung identifiziert werden. Außerdem gehe es darum, Engpässe etwa in der grenzüberschreitenden Infrastruktur zu ermitteln. Darauf aufbauend würden etwaige notwendige Lösungswege erarbeitet. Die Ergebnisse der Studie sollen im Sommer 2020 vorgelegt werden.
Das politisch vorangetriebene Projekte ist für den North Sea Port nach Ansicht von CEO Jan Lagasse eine wirtschaftliche Chance: „Wir beabsichtigen, diese Gelegenheit für den Hafen und die Unternehmen voll auszuschöpfen, um bestehende Hindernisse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit abzubauen.“ Konkret könnte es etwa um Möglichkeiten in Bezug auf die Bearbeitung von Schiffsabfällen, grenzübergreifende Beschäftigung und Unternehmertum gehen. Auch der Gütertransport per Schiff, Bahn oder Pipeline könnte einfacher gestaltet werden. ger