Messbar veränderte Bunker-Nachfrage

Die IMO-2020-Vorgaben haben beim Treibstoffbedarf in der Schifffahrt bereits 2019 ihren Schatten vorausgeworfen. Wie Europas größter Bunkerhafen, Rotterdam, am Donnerstag mitteilte, ging die insgesamt verkaufte Treibstoffmenge im Hafen zwar von 9,5 auf 9 Millionen Kubikmeter zurück. Die Nachfrage nach schwefelarmem Bunker und alternativen Brennstoffen sei jedoch „enorm“ gewachsen.

Den Angaben zufolge stellte VLSFO (Very Low Sulphur Fuel Oil) mit einem Schwefelgehalt von höchstens 0,5 Prozent 48 Prozent der insgesamt verkauften Menge von Fuel Oil dar. Im Dezember – also in den letzten Wochen vor Inkrafttreten der geringeren Schwefelobergrenze – habe der Anteil sogar bei 62 Prozent gelegen.

Auch der Verkauf von LNG nahm deutlich zu. Im Gesamtjahr seien knapp 32.000 Tonnen verkauft worden – mehr als dreimal so viel wie noch 2018 (knapp 9500 Tonnen).

Erstmals sei zudem der Verkauf von Bio-Bunkern deutlich anhand der Zahlen sichtbar: 2019 habe es sich bei 2 Prozent des Absatzes an Schweröl und 0,5 der Destillationsprodukte um Bio-Bunker gehandelt. ger

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