Minister würdigt LHMV

Die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Seehäfen in Mecklenburg-Vorpommern steht und fällt mit der Qualität ihrer infrastrukturellen Anbindung an das Hinterland. Darauf hat am Montag Christian Pegel (SPD), Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des nordöstlichen Bundeslandes, in der Hafen- und Hansestadt Stralsund hingewiesen. Pegel sprach anlässlich des 25. Gründungstages des Landesverbandes Hafenwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern (LHMV). Er erinnerte daran, dass sich die Infrastrukturanbindung „unserer Tore zur Welt“ in den zurückliegenden 25 Jahren seit der Wiedervereinigung und der Gründung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern deutlich verbessert habe, und zwar dank gebündelter Zuwendungen des Landes, des Bundes und auch der Europäischen Union. In diesem Vierteljahrhundert wurden gut 685 Millionen Euro an öffentlichen Zuschüssen gewährt. Sie lösten Gesamt investitionen in Höhe von gut 910 Millionen Euro aus. Beispielhaft für den hohen volkswirtschaftlichen Nutzen dieser Zuwendungen ist die Entwicklung des Universalhafenstandortes Rostock. Dank der guten Straßen- und Schienenanbindung konnte sich der Warnow-Hafen zu einem der führenden deutschen Standorte für den schnellen Fähr- und RoRo-Verkehr entwickeln. Auch wenn bis heute schon viel erreicht wurde – einen Anlass, sich zurückzulehnen, erkannte der Minister nicht. Im Gegenteil. Er verwies auf den neuen Bundesverkehrswegeplan, der für den Bund den Investitionsrahmen bis ins Jahr 2030 hinein festlegt. Die Schweriner Landesregierung werde sich in diesen Gestaltungsprozess aktiv einbringen, um damit die berechtigten Interessen der Hafenwirtschaft zu wahren. Zu den künftigen Kernvorhaben zählte Pegel unter anderem den Ausbau des Rostocker Seekanals sowie der nautischen Zufahrt zum Hafen Wismar. Diese Maßnahmen dienten nicht nur der Sicherheit des Schiffsverkehrs, sondern trügen auch entscheidend zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Häfen bei. In der globalen Schifffahrt gebe es einen ungebrochen Trend zu größeren Schiffen. Mecklenburgs Häfen seien nicht nur Drehscheiben für den internationalen Warenverkehr, sondern auch Garanten für starke, regionale Arbeitsmärkte. In Ergänzung zu den klassischen Hafendienstleistern hätten sich inzwischen in allen Häfen zahlreiche Unternehmen aus Industrie und Handel angesiedelt, die sich ganz bewusst für eine Lage am seeschifftiefen Wasser entschieden hätten. Beispielhaft dafür sei der neue Industrie-Cluster im Rostocker Überseehafen mit großen Firmen wie dem international erfolgreichen Kranbauer Liebherr oder dem für die Offshore-Industrie wichtigen Stahlbau-Unternehmen EEW. Allein für Rostock belaufe sich die Anzahl der direkten und indirekten Arbeitsplätze auf gut 12.000, so Pegel. Was die Arbeit des Dachverbandes angeht, würdigte er dessen Verdienste unter anderem bei der wichtigen Außendarstellung der Hafenwirtschaft, national wie auch international.

Sören Jurrat, Vorstandsvorsitzender des LHMV, ging in seinem Vortrag auf die wichtigen Entwicklungsschritte der Häfen im Nordosten ein. Aus der tiefen Depression der ersten Jahre nach der Wiedervereinigung – 1991 kamen die Häfen Rostock, Stralsund und Wismar gerade noch auf 11,1 Millionen Tonnen und damit 44 Prozent des Vor-Vereinigungsjahres 1989 – hätten sich bis heute international anerkannte, leistungsstarke Häfen entwickelt. Jurrat sprach sich ebenfalls für einen weiteren Ausbau der seewärtigen Hinterlandverbindungen aus. Der Verband sei heute ein fester Bestandteil innerhalb des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Unter dem Dach des LHMV seien inzwischen 13 Mitgliedsunternehmen vereint. EHA

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