Neue Märkte für Oldenburg
Mitte 2016 beginnen die Bauarbeiten für die neue Wendestelle im Oldenburger Hafen. Die Vorbereitungen mit Rodungsarbeiten sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen laufen seit diesem Frühjahr. Mit einem neuen Wendestellen-Durchmesser von 165 Metern können Seeschiffen mit einer Länge von bis zu 110 Metern den Oldenburger Hafen anlaufen. Für die Unternehmen am Oldenburger Hafen bieten sich neue Chancen der Marktbearbeitung. „Mit dem neuen Wendebecken werden wir künftig die Möglichkeit haben, Kümos zu beladen, mit denen wir auch Stahlwerke in Norwegen, Schweden und Spanien beliefern können“, erläutert Oliver Springer, Geschäftsführer der mit Sekundärstoffen handelnden Springer & Sohn GmbH. Auch die Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag, die das Umland mit Baustoffen und Agrarprodukten versorgt, begrüßt die Maßnahme. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren gezielt in die Modernisierung unserer Anlagen und damit die Optimierung unserer innerbetrieblichen Abläufe investiert. Durch die neue Wendestelle werden diese Investitionen wirksam flankiert. Wir können uns mit deutlich verbesserten Angeboten für den Import beispielsweise von Natursteinprodukten und Düngemitteln positionieren“, sagt Geschäftsführer Nico Steudel. Die Firma investierte mehrere Millionen Euro in einen neuen Vollportal-Drehkran, in Maßnahmen zur Staub- und Lärmreduzierung sowie in neue Anlagentechnik und Gebäude. Heinrich Bruns, Geschäftsführer der Agravis Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH, ergänzt: „Die Möglichkeit, Schiffe mit mehr Tonnage zu empfangen, kann sich auch für unsere Kunden positiv auswirken in Form günstigerer Frachtpreise.“ Das Werk hat seine Kran- und Produktionsanlagen in den letzten zwei Jahren für etwa 1,1 Millionen Euro modernisiert.
Das 13-Millionen-Euro-Gemeinschaftsprojekt wurde vom Bund und der Stadt Oldenburg angekurbelt. 2018 sollen die Arbeiten an der Wendestelle abgeschlossen werden.