Neues Hafenkonzept zügig umsetzen

Ver.di hat einen staatlich geförderten Demografiefonds und Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte in den deutschen Seehäfen gefordert.

Beide Forderungen seien Bestandteile des neuen Nationalen Hafenkonzepts der Bundesregierung, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft jetzt mit. Das Nationale Hafenkonzept ist auf zehn Jahre angelegt. Der Strategieplan der Bundesregierung umfasst 155 Maßnahmen.

„Wir begrüßen die Fortschreibung des Nationalen Hafenkonzeptes“, betonte Torben Seebold, ver.di-Bundesfachgruppenleiter für Häfen. Jetzt gelte es allerdings, die Umsetzung zügig voranzubringen, um die künftigen Herausforderungen in der Hafenpolitik gemeinsam mit den Beschäftigten zu bewältigen. Ver.di wolle dabei konstruktiv mitarbeiten und entsprechende Absprachen treffen. Im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Hafenkonzepts 2015 wäre es daher umso wichtiger, dass neben den Handlungsfeldern In frastruktur, Wettbewerb und Umwelt, das Thema „Ausbildung und Beschäftigung“ einbezogen werde. „Der Automatisierungsgrad in der Hafenlogistik wächst täglich, die warenbegleitenden Informationsströme nehmen immer weiter zu und die Transportmengen steigen, das Anforderungsprofil der Mitarbeiter in Häfen wächst damit auf allen Ebenen“, sagte Seebold. Es würden dringend hochwertige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten benötigt, um dem Wandel der Qualifizierung insbesondere in Zeiten zunehmender Automation wirksam zu begegnen.

Wichtig sei zudem die Einrichtung eines durch die Bundesregierung finanziell geförderten Demografiefonds. Die Effekte des demografischen Wandels gingen mit einem hohen Grad an physischer und psychischer Belastung einher, so Seebold. Ver.di sieht einen der Gründe in den wachsenden Anforderungen durch immer größere Schiffe, die vermehrt die deutschen Häfen anfahren. Dadurch entstünden „Peak-Situationen“, in denen in kurzer Zeit extrem viel Arbeit für die Beschäftigten anfalle. Ein Demografiefonds könne die Mitarbeiter entlasten. fab

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