Neun Silos in Schwedt

Die Raiffeisen Uckermark hat für neun Millionen Euro insgesamt neun Silos im Hafen Schwedt in Brandenburg mit einem Fassungsvermögen von 82.500 Tonnen Getreide errichtet. Damit setzt das Tochterunternehmen der Agravis Raiffeisen verstärkt auf den Handel via Binnenschifffahrt zwischen Ost- und Westeuropa. Mit dem Hafen Schwedt wird zudem ein östliches Gegenstück zum Hafen in Brake in Niedersachsen entwickelt, über den seewärtige Getreide-Im- und -Exporte abgefertigt werden.

Wie Agravis-Vorstandsmitglied Johannes Schulte-Althoff erläuterte, ist die Station an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße ein wichtiger Stopp auf dem Weg von Skandinavien und Russland in Richtung Südeuropa. Außerdem handele es sich um den einzigen Brandenburger Hafen, über den die Ostsee ohne Schleusung zu erreichen sei.

Deutliche Wettbewerbsvorteile sieht der Geschäftsführer der Agravis Uckermark, Thomas Frank, in der unmittelbaren Nähe des Standortes zur polnischen Grenze, da in Ostdeutschland und in Polen ein Großteil des in Westeuropa benötigten Getreides produziert werde.

Der Hafen verfügt über ein Becken mit Abmessungen von 350 × 75 Meter. Die Kaianlagen umfassen 700 Meter Länge und sind ausreichend für sechs Liegeplätze. Beide Kais haben je einen Kran mit 45 Tonnen Hebekapazität. Zum Hafen gehört ein 30 Hektar großes Industriegebiet, das derzeit nur teilweise belegt ist. Der Hafen wurde 2001 nach zweijähriger Bauzeit in Betrieb genommen. pk

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