Niedersachsens Häfen legen zu

Mit dem Hafenumschlag 2019 unterm Strich zufrieden (v. l.): Timo Schön, Bernd Althusmann und Holger Banik, Foto: Seaports of Niedersachsen
Das stärkt das Selbstbewusstsein: Niedersachsens Seehäfen haben 2019 das beste Umschlagergebnis der zurückliegenden zehn Jahre erzielt.
Mit rund 53,5 Millionen Tonnen (2018: 49,8 Millionen Tonnen) gelang es den neun Häfen des Küstenbundeslandes, sich in einem insgesamt schwierigen Markt- und auch Wettbewerbsumfeld zu behaupten. „Für ein Exportland wie Deutschland ist eine leistungsfähige maritime Wirtschaft wichtig“, betonte Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) am Mittwoch in Oldenburg bei der Präsentation der Umschlagbilanz 2019. Ihm zur Seite standen Timo A. Schön, Geschäftsführer Seaports of Niedersachsen GmbH, und Holger Banik, Geschäftsführer Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.
Die Umschlagentwicklung verlief indes in den verschiedenen Standorten zwischen Ems und Elbe durchaus unterschiedlich.
Über ein Mengenplus freuen sich zum Beispiel der Universalhafen Brake mit insgesamt 6,6 Millionen Tonnen (plus 5 Prozent), der Elbmündungsstandort Cuxhaven mit rund 2,7 Millionen Tonnen (plus 33 Prozent) oder Wilhelmshaven mit etwa 29,3 Millionen Tonnen (plus 7 Prozent).
Zu den Umschlagknoten mit einem rückläufigen Umschlag gehörten 2019 hingegen Emden mit einem Gesamtergebnis von 4,4 Millionen Tonnen (minus 1 Prozent), der Weser-Hafen Nordenham mit 2,4 Millionen Tonnen (minus 11 Prozent) oder der im See- und Binnenschiffssegment gleichermaßen wirkende Hafen Leer mit 332.180 Tonnen (minus 8 Prozent).
Was die verschiedenen Güterarten betrifft, zeigt sich für 2019 ebenfalls ein facettenreiches Bild: Das Flüssigladungssegment verbesserte sich aufgrund verschiedener Faktoren um gut 16 Prozent auf 24,3 Millionen Tonnen. Ein „leichtes Plus“ von 3 Prozent auf etwas über 7 Millionen Tonnen erzielten Niedersachsens Häfen beim Breakbulk-Umschlag, während der Neufahrzeug-Umschlag um 2 Prozent auf 1,74 Millionen Einheiten zurückging. Der Containerterminal in Wilhelmshaven blieb 2019 beim Umschlag hinter den Erwartungen zurück: Mit exakt 639.084 TEU wurde das Vorjahresergebnis um 2,5 Prozent „verfehlt“.
Die Einschätzung für 2020 lässt sich auf diese knappe Formel verdichten: „Vorsichtig optimistisch“. EHA/dpa
