Orgel weicht neuen Terminals

Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Diese Redensart wird gerade in der Seehafenverkehrswirtschaft täglich bestätigt. Beispiel: Hafen Antwerpen. Europas Nummer zwei legt beim Umschlag weiter zu und muss deshalb nach dem Willen der Stadt und der Hafenverwaltung ausgebaut werden. Die Möglichkeiten dafür sind auf dem Linken Scheldeufer gegeben. Die Kehrseite der Medaille: Es wird eine weitere Ortschaft aufgegeben, und zwar das kleine Dorf Doel. Dass die Tage des Dorfes gezählt sind, wissen dessen Bewohner bereits seit den 1980er Jahren. Doch jetzt wird es langsam ernst. Denn hier soll ab 2021 Antwerpens neues Hafenerweiterungsgebiet „Saefthinge“ entstehen (THB 8. Mai 2015). Kernbestandteil des Zukunftsprojektes ist Bau des neuen, zunächst 1,4 Kilometer langen Hafenbeckens und der damit verbundenen Containerkapazitäten. Damit dies erfolgen kann, wird das Rest-Dorf jetzt forciert abgerissen. Das Besondere: Auch das Gotteshaus, die „Onze-Lieve-Vrouwe-Kerk“, wird der Spitzhacke zum Opfer fallen. Die 1885 gebaute Orgel jedoch, unter Denkmalschutz stehend, wird erhalten. Und sie kann, unter Einhaltung von verschiedenen Auflagen, erworben werden. Wie genau, das erfahren Interessenten auf der Web site des Hafens Antwerpen. Übrigens: Als Hamburg den Container Terminal Altenwerder (CTA) baute, musste das alte Fischerdorf weichen. Geblieben sind jedoch die Kirche, „St. Gertrud“, und der Friedhof. EHA

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