Rotterdam will 2016 noch mehr Transshipment-Boxen

Der Rotterdamer Hafen fordert seine direkten Mitbewerber innerhalb der Nordwest-Range beim Thema Transshipment-Container heraus.

Wie der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) am Montag ankündigte, soll dieses „Durchfrachten“-Aufkommen in den kommenden Jahren stark wachsen. Um das Ziel zu erreichen, kommt Europas Seehafen Nummer eins den Reedern bei der Hafengeldstruktur 2016 entgegen. Die Generalaussage des HbR dazu lautet: „Die Gebühren für Seeschiffe, die in Rotterdam anlegen, erhöhen sich nächstes Jahr um 0,5 Prozent, also um die Hälfte des Inflationsprozentsatzes des vergangenen Jahres.“ Damit setzt der HbR das gemeinsam mit der privaten Hafenwirtschaft 2014 vereinbarte Maßnahmenpaket zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standortes um. Und das sind die zentralen Fakten: Die Hafengebühr für einen Transshipment-Container liegt nach HbR-Darstellung „durchschnittlich bei zirka acht Euro“. Die derzeitige Ermäßigung von 2,50 Euro werde 2016 auf 3,75 Euro je Deepsea-Container erhöht. Für Feeder-Container wird die bereits bestehende Transshipment-Ermäßigung von 2,50 Euro je Container in den nächsten zwei Jahren beibehalten. Der Hafenbetrieb möchte so den Markt dazu anregen, erheblich mehr Transshipment-Ladung über Rotterdam zu verschiffen. Dabei werde „der zusätzliche Anreiz für Containerschiffe, Rotterdam bei jeder Ankunft in Europa zweimal anzulaufen, beibehalten“. Bei einem solchen zweiten Besuch von Deepsea-Containerschiffen beträgt die Gebühr 25 Prozent des normalen Betrags, so der HbR weiter. Die Hafenverwaltung versteht das als „Anreiz dafür, dass die allergrößten, schwer beladenen Containerschiffe bei ihrer Ankunft in Nordwesteuropa erst Rotterdam anlaufen, um einen Teil ihrer Ladung zu löschen, dann einige andere Häfen anfahren und vor ihrer Rückkehr nach Asien nochmals nach Rotterdam kommen“.

Die bestehende Ermäßigung für besonders umweltfreundliche Schiffe im Sinne des sogenannten „Environmental Ship Index“ (ESI) wird es auch 2016 weiterhin geben. Schiffe, die im Index 31 Punkte erzielen, erhalten einen Nachlass von zehn Prozent.

Indes plant Hamburg nach THB-Informationen für 2016 eine Erhöhung des Hafengeldes um zwei Prozent. Die Maßnahme setzt sich aus einem Anteil von 0,5 Prozent als Inflationsausgleich, 0,5 Prozent allgemeinen Kostensteigerungen und einem Prozent zugunsten der 2010 gegründeten „Stiftung Lebensraum Elbe“ zusammen. EHA

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