Schleusenteile eingetroffen

Traf jetzt in Antwerpen mit Bauteilen ein: „Zhen Hua 15“, Foto: Port of Antwerp
Der Hafen Antwerpen ist für die kommenden zwei Wochen Standort einer anspruchsvollen technischen Operation.
Am Pfingstmontag trafen im zweitgrößten europäischen Seehafen die in China bei ZPMC gebauten Tore sowie weitere Ausrüstungsteile für die neuen Schleuse im Hafenbecken „Deurganckdok“ (am Linken Scheldeufer) ein. Die Komponenten beanspruchten dafür die vollständige Transportkapazität des chinesischen Spezialfrachters „Zhen Hua 15“.
Der Carrier hatte das Reich der Mitte am 7. April verlassen. Allein das Beladen mit allen Baubestandteilen hatte fast einen Monat in Anspruch genommen. Die neuen Schleusentore haben dieselbe Länge und denselben Durchmesser wie die der Berendrecht-Schleuse, die sich auf dem Rechten Scheldeufer befindet und die Ende der 1980er Jahre in Betrieb genommen wurde. Die neue Deurganckdok-Schleuse, die 2016 offiziell in Betrieb genommen wird, ist jedoch vier Meter tiefer als die Berendrecht-Schleuse. Sie bietet damit Platz für noch größere Seeschiffe.
Und das sind die Dimensionen: 70 Meter Länge, 11 Meter Breite und 27 Meter Höhe. Jedes der Tore wiegt rund 2000 Tonnen. Von der Größe und Einmaligkeit der neue Schleuse konnten sich die Antwerpener Anfang März im Rahmen eines Tages der offenen Baustelle überzeugen. Das Deurganckdok beherbergt heute die wichtigen Containerterminals in Antwerpen, das seit dem Frühjahr Europas Nummer zwei beim Boxenumschlag ist. EHA
