Schlick-Ärger: HPA verklagt
Zu viel Schlick belastet derzeit den Umschlag an Deutschlands größtem Massengutterminal Hansaport im Hamburger Hafen. Die Wassertiefe von mehr als 15 Metern hat sich auf 13,50 Meter verringert. Um den vertraglich zugesicherten Zustand wieder herzustellen, verklagte Geschäftsführer Erhard Meller jetzt die zuständige Hamburg Port Authority (HPA) und bekam Recht. Doch die Behörde lehnt die notwendigen Baggerarbeiten ab und beruft sich auf Umweltgesetze und eine Vereinbarung mit der Umweltbehörde. Danach darf zwischen April und November nicht gebaggert werden. Auch andere Terminals haben inzwischen Schlickprobleme durch verstärkte Sedimentablagerungen (THB 27. August 2015). Um eine nachhaltige Lösung zu erreichen, laufen bereits Gespräche. Dar an sind die Schifffahrtsverwaltungen des Bundes und der Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen, der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) sowie Fischer und Umweltverbände beteiligt.
Schlick aus dem Fahrwasser dagegen darf seit dem 20. Juli wieder vom Hamburger Hafen in die Nordsee umgelagert werden. Das Baggergut wird rund 25 Kilometer nordwestlich von Scharhörn ins Meer gekippt. Im Rahmen einer Vereinbarung dürfen insgesamt 6,5 Millionen Kubikmeter Schlick dorthin gebracht werden; davon sind 3,5 Millionen Kubikmeter verbraucht. In diesem Sommer sollen rund eine Million Kubikmeter dazukommen. FBi
