Terminal in Danzig wechselt Besitzer

Ein Investorenkonsortium, zu dem auch Polens staatlicher Vermögensfonds PFR gehört, will den größten Containerterminal des Landes in Danzig von einem Infrastrukturfonds des australischen Macquarie kaufen.

Das Volumen beläuft sich auf umgerechnet 1,3 Milliarden Dollar, teilten die am geplanten Kauf beteiligten Akteure am Dienstag mit. Polens regierende Partei PiS führte aus, das Land sei zu abhängig von ausländischen Investoren, die in den 1990er und 2000er Jahren in Polen Einkäufe getätigt hatten.

Das für den Rückkauf des Terminals in Danzig gegründete Konsortium garantiere die Weiterentwicklung des Hafens in den kommenden Jahrzehnten, so Pawel Borys, Chief Executive beim staatlichen Vermögensfonds PFR.

Zum Konsortium zählen neben PFR auch die weltweit agierende Hafengruppe PSA International und der Fondsmanager IFM Investors. IFM Investors und PFR werden jeweils 30 Prozent des Hafens halten, während PSA einen Anteil von 40 Prozent übernehmen wird, sagte Borys. Das Konsortium arbeite mit acht Banken zusammen, die langfristige Finanzierungen für die Transaktion und spätere Investitionen bereitstellen würden.

Der Containerterminal in Danzig erreichte im vergangenen Jahr eine Kapazität von 1,9 Millionen TEU. Macquarie hatte sich ab Dezember 2018 um den Verkauf des Terminals bemüht und war dabei von Goldman Sachs beraten worden. Der Wert war zunächst bei 1,7 Milliarden Dollar angesetzt worden. fab/rtr

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