Umschlagplus in Schleswig-Holsteins Häfen

Minister Bernd Buchholz, der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann (CDU), und Frank Schnabel, Vorstandsvorsitzender des GvSH (v. l.) in Berlin, Foto: GvSH
In den schleswig-holsteinischen Häfen wurden im vergangenen Jahr 53 Millionen Tonnen Ladung umgeschlagen. Das ist ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Außerdem wurden 13,2 Millionen Passagiere abgefertigt, ein Zuwachs um 3,4 Prozent. Diese Entwicklungen veröffentlichte der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) am Donnerstag in Berlin im Rahmen des Maritimen Frühstücks.
„Die Häfen in Schleswig-Holstein sind Knotenpunkte des internationalen Handels und Personenverkehrs und profitieren von der Lage an zwei Küsten. Durch die Vielseitigkeit der Häfen und ihrer Funktionen nimmt jeder einzelne Hafen eine bedeutende Rolle im Gesamtsystem ein“, erklärte Frank Schnabel, Vorstandsvorsitzender des GvSH.
„Die erneuten Zuwächse bei Ladung und Passagieren zeigen, dass die Häfen Schleswig-Holsteins eine bedeutende Rolle im nationalen und internationalen Waren- und Personenverkehr einnehmen und im Wettbewerb mit anderen Häfen bestehen. Die maritime Wirtschaft ist Garant für Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Er sieht die Hafenwirtschaft als einen der zentralen Wirtschaftszweige des Bundeslandes.
Schnabel wie Buchholz machten deutlich, dass Verbesserungen zum Umweltschutz in den Häfen und der Schifffahrt aktiv umgesetzt werden. So hatten die nordfriesischen Häfen bereits vor Jahren eine Vorreiterrolle bei der Landstromversorgung inne. In Lübeck existiert seit 2008 eine solche Anlage am Nordlandkai und in Kiel entsteht aktuell der modernste Versorgungsanschluss Europas, von dem aus der Kreuzfahrtterminal Ostseekai und der Schwedenkai bedient werden. Dann sind alle drei innerstädtischen Fähr- und Kreuzfahrtterminals mit Landstromanschlüssen ausgerüstet. Außerdem gibt es Planungen der Fährreederei Scandlines für einen Stromanschluss im Fährhafen Puttgarden. Durch den Einsatz von E-Mobilität bei Flurförderfahrzeugen soll in den Häfen die Umweltbilanz weiter verbessert werden. tja
