Weniger Umschlag in den Nordhäfen

Die Seehäfen in Hamburg und Schleswig-Holstein haben im vergangenen Jahr weniger Güter umgeschlagen als 2014.

In der Hansestadt verringerte sich das im Seeverkehr abgefertigte Volumen 2015 um 5,3 Prozent auf 138,3 Millionen Tonnen, teilte das Statistikamt Nord am Montag mit.Größere Einbußen gab es im Containerverkehr, der im Vorjahresvergleich um zehn Prozent auf 73,1 Millionen Tonnen schrumpfte. Die Zahl der umgeschlagenen Container sank um etwa 900.000 auf 8,9 Millionen TEU.

Gemessen an der beförderten Gütermenge waren China (23,6 Millionen Tonnen) und Russland (12,1 Millionen Tonnen) die beiden größten Handelspartner des Hafens. Während der Handel mit China um 14 Prozent rückläufig war, sank die Gütermenge im Handelsverkehr mit Russland um zwei Prozent. Ausschlaggebend waren Verluste im Containerverkehr.

Die Zahl der Seeschiffe in Hamburg reduzierte sich 2015 von 8735 um 403 Einheiten beziehungsweise 4,4 Prozent. Entgegen diesem rückläufigen Trend wuchs die Anzahl der Großschiffe erheblich. 762 der 2015 im Hafen angekommenen Dampfer verfügten über eine Bruttoraumzahl von jeweils 100.000 und mehr. Im Vorjahr wurden lediglich 640 Schiffe dieser Größe abgefertigt. Die Megafrachter luden und löschten ein Drittel der gesamten im Hafen verschifften Gütermenge. Im Schnitt schlugen sie bei jedem Anlauf 60.000 Tonnen Güter um.

Die Zahl der im Hamburger Hafen angekommenen Kreuzfahrtschiffe verringerte sich um 30 auf 146. Auf den Luxuslinern wurden 539.000 ein- und ausgestiegene Passagiere gezählt. Das ist ein Minus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit Binnenschiffen wurden im vergangenen Jahr mehr Güter von und nach Hamburg transportiert als 2014. Der entsprechende Umschlag im Hamburger Hafen wuchs um 4,2 Prozent auf 12,1 Millionen Tonnen. Damit war 2015 nach 2008 (12,2 Millionen Tonnen) das zweitbeste Jahr für die Binnenschifffahrt in Hamburg seit der Wiedervereinigung. Einen deutlichen Zuwachs gab es insbesondere im Containerverkehr. Die Zahl der verschifften Boxen stieg um 18 Prozent auf 118.000.

In Schleswig-Holstein sank die Zahl der abgefertigten Seeschiffe um 2,9 Prozent auf 51.224. Die Gütermenge verringerte sich dabei um 3,6 Prozent auf 35 Millionen Tonnen. Von den größten Seehäfen des Landes verbuchte nur Puttgarden mit einem Plus von 4,2 Prozent ein höheres Volumen als im Vorjahr. Lübeck (-5,4 Prozent auf 16,3 Millionen Tonnen), Brunsbüttel (-4,3 Prozent auf 8,3 Millionen Tonnen) und Kiel (-4,7 Prozent auf 3,8 Millionen Tonnen) verzeichneten einen rückläufigen Güterumschlag. Im Fährverkehr über Nord- und Ostsee stieg die Zahl der übergesetzten Autos, Busse und Krafträder um 2,6 Prozent. Es wurden allerdings 2,2 Prozent weniger Lkw, Anhänger und Trailer befördert. Der Container umschlag fiel um 4,6 Prozent. Die Zahl der ein- und ausgestiegenen Passagiere sank um 0,9 Prozent auf 14 Millionen Personen. Außer den Fähr- und Ausflugsschiffen legten auch 122 Kreuzfahrtschiffe an, zwölf weniger als 2014. Weil auch die Luxusliner immer größer werden, beendeten 427.000 Passagiere (+16 Prozent) ih re Kreuzfahrt in einem Hafen des Landes.

In der Binnenschifffahrt haben die Häfen Schleswig-Holsteins im Jahr 2015 insgesamt 4,5 Millionen Tonnen umgeschlagen. Das sind 20 Prozent mehr als 2014. Brunsbüttel steigerte den Umschlag um 23 Prozent auf 3,1 Millionen Tonnen. Auch in Kiel (+9,2 Prozent auf 318.000 Tonnen) wurden 2015 mehr Güter von Binnenschiffen gelöscht und geladen als 2014. In Lübeck sackte der Umschlag hingegen um 16 Prozent auf 420.000 Tonnen ab. FBi

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