Wichtige Drehscheibe für LNG-Handel

Von Schiff zu Schiff: Der Aframax-Tanker „Gagarin Prospect“ bunkert LNG von der „Cardissa“ , Foto: Port of Rotterdam
Rotterdam baut seine Bedeutung als Drehscheibe des LNG-Handels weiter aus.
So konnte der Hafen im ersten Quartal 2019 ein Plus von 143 Prozent beim Umschlag von verflüssigtem Erdgas verbuchen. Somit stehen 1,8 Millionen Tonnen LNG in der Bilanz der ersten drei Monate. Im Februar ist mit einer Umschlagmenge von mehr als 500.000 Tonnen zudem ein Monatsrekord erzielt worden. Das Wachstum beim LNG-Umschlag betrifft laut Rotterdamer Hafengesellschaft sowohl ein- als auch ausgehende Lieferungen.
Insgesamt stieg der Umschlag von flüssigem Massengut um 4,6 Prozent auf 58,5 Millionen Tonnen. In dem Marktsegment wurde mehr Rohöl angeliefert als im Vorjahresquartal – ein Plus von 10,4 Prozent auf 28,1 Millionen Tonnen. Grund hierfür sei im Wesentlichen eine größere Anlieferung von Öl aus den USA gewesen. Dieses vergleichsweise preiswerte Öl habe bei den Raffinerien für höhere Gewinnspannen gesorgt. Da der Heizölhandel zwischen Russland und Asien rückläufig war, sank der Umschlag von Mineralölprodukten im ersten Quartal um 7,4 Prozent.
Infolge einer niedrigeren Stahlproduktion in Deutschland gingen die Umschlagmengen bei Eisenerz und Schrott um 17,9 Prozent auf 5,9 Millionen zurück. Niedrige Preise für Kohle führten dagegen zu einem Umschlagplus von 15,7 Prozent auf 7,5 Millionen Tonnen. Mit 2,6 Millionen Tonnen nahezu konstant blieb der Umschlag von Agrarmassengut, während es bei sonstigem Trockenmassengut eine beträchtliche Steigerung um 38,8 Prozent auf 3,3 Millionen Tonnen gab. In Summe stieg der Umschlag von Trockenmassengut um 3,7 Prozent auf 19,4 Millionen Tonnen.
Positiv entwickelte sich in Rotterdam auch das Segment Massenstückgut. Im ersten Quartal 2019 konnte ein Zuwachs von 9,2 Prozent auf 7,9 Millionen Tonnen erzielt werden. Besonders stark zog der RoRo-Verkehr an, nämlich um 10,7 Prozent auf 6,4 Millionen Tonnen. Vor allem im März seien die Mengen durch die Aufstockung von Lagervorräten im Zusammenhang mit einem möglichen harten Brexit stark angestiegen. Der Umschlag von sonstigem Stückgut legte um 3,1 Prozent auf 1,5 Million Tonnen zu. bek
