Hinterlandanbindung stärken

Die deutsche Hafenwirtschaft sieht aufgrund des wachsenden Güterverkehrs eine „dringende Notwendigkeit des Infrastrukturausbaus“.

Wie der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) am Mittwoch ausführte, müsse der Ausbau der Seehafenhinterlandanbindungen als „Vordringlicher Bedarf Plus“ (VB+) im Bundesverkehrswegeplan festgelegt werden, um die Infrastruktur im Hafenhinterland schnellstmöglich zu entlasten. Die Bedingungen für den Vor- und Nachlauf auf Schiene, Straße und Schiff müssten verbessert werden. Um den von der Bundesregierung beschlossenen Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zügig umzusetzen, bedürfe es neben der Bereitstellung von mehr Planungspersonal in den Behörden auch einer Verschlankung des Planungsrechts und eines uneingeschränkten Baurechts.

Das Transportaufkommen in Deutschland erreichte 2015 mit 4,5 Milliarden Tonnen einen Rekordwert. Der Bund investierte im vergangenen Jahr rund eine Milliarden Euro in Wasserstraßen. Zur Kritik des Europäischen Rechnungshofs, wonach die von der EU geförderten Maßnahmen für die Binnenschifffahrt nur geringe Fortschritte erzielten, führt die Bundesregierung aus, dass die politischen Bemühungen für eine Verkehrsverlagerung auf die Binnenschifffahrt in den vergangenen zehn Jahren „eine positive Dynamik geschaffen“ hätten. fab

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