Nordhäfen profitieren vom Mega-Frachter-Einsatz

Trotz einer längeren Seestrecke auf der Verkehrsachse Europa – Asien bieten die nordwesteuro päischen Häfen eine vergleichsweise deutlich leistungsstärkere Hinterland-Anbindung als die am Mittelmeer gelegenen Südhäfen.

Das stellt das niederländische Wirtschaftsforschungsinstitut Panteia aus Zoetermeer bei Den Haag in einer Häfen-Vergleichsstudie fest. Den Auftrag für die Untersuchung hatten der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) sowie die Rotterdamer Hafenunternehmervereinigung Deltalinqs erteilt. Für die weiterhin bestehend starke Marktstellung der Nordhäfen sorgen verschiedene Faktoren. Dazu gehört im Besonderen der vermehrte Einsatz von Großcontainerschiffen mit aktuell bis zu 20.000 TEU im Seeverkehr zwischen Asien und Europa. Ein zentraler Systemvorteil dieser XXL-Frachter sei nicht nur die hohe Zuladefähigkeit, sondern auch die – bezogen auf die einzelne Transporteinheit – güns tigere Umweltbilanz als bei einem 10.000-Carrier, der zumindest für einige Mittelmeer-Häfen derzeit das Maß der Dinge sei. Der Umweltvorteil der Mega-Carrier könne noch weiter gesteigert werden, wenn diese Schiffe mittel- bis langfristig von ölbasierten Treibstoffen auf das saubere LNG umgerüs tet würden. In puncto Emissionsschutz seien die Nordhäfen zudem Vorreiter, weil in Nord- und Ostsee seit 2015 bereits die strengsten Emissionsgrenzen (SECA) der Welt gelten.

Ein weiterer starker Trumpf für die Nordhäfen seien das deutlich größere Hinterlandverkehrsangebot, im Wesentlichen vorgehalten über die Bahn und das Binnenschiff. Doch auch der Kurzstreckenseeverkehr spiele eine große Rolle, etwa im Seetransport mit den Ostseeanrainern. EHA

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