Unterfranken rückt näher an Hamburg

Den Wirtschaftsstandort Bayern und den Hamburger Hafen verbindet eine enge Partnerschaft, die sich auch in der Güterverkehrsentwicklung widerspiegelt.

Wie die Hafen Hamburg Marketing (HHM) jetzt darlegt, belegt Bayern im Top-10-Ranking mit 760.000 TEU den zweiten Platz. Das einst vor allem agrarwirtschaftlich geprägte Bundesland ist zu einer herausragenden Industrieregion mit mehreren Wirtschaftszentren avanciert. Eines dieser Zentren ist der Bezirk Unterfranken. Allein in der Stadt Schweinfurt haben mehrere wirtschaftsstarke Konzerne aus der verarbeitenden Industrie, wie etwa die Firmen ZF Schweinfurt AG, Schaeffler Technologies AG & Co. KG und SKF GmbH, ihren Sitz.

Aufgrund der langen Transportwege zwischen dem Elbehafen und Bayern hat sich der Verkehrsträger Bahn als leistungsstarker Systempartner herauskristallisiert. Dabei zeigt sich aber auch, dass bei einem entsprechend ausgestalteten Angebot noch Entwicklungsspielraum bei den Verkehrsmengen besteht.

Seit Beginn dieses Jahres werden dank der Initiative der IGS Intermodal GmbH drei Bahnverbindungen pro Woche aus Unterfranken nach Hamburg angeboten. HHM-Vorstandsmitglied Ingo Egloff freut sich über diese Entwicklung: „Vor dem Hintergrund zunehmender Verkehrsbelastungen der Straßen und des Bestrebens, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Güterverkehrskonzepte zu etablieren, gilt es, auch Mittelzentren wie Schweinfurt besser an leistungsfähige Intermodalnetze anzubinden.“ Das sei nun gelungen.

Wie sich das neue Logistikkonzept darstellt, präsentierte jetzt HHM gemeinsam mit IGS Intermodal Container Logistics GmbH sowie der Translog Transport und Logistik GmbH als Betreiber des Schweinfurter Intermodalterminals im Rahmen einer Kunden- und Informationsveranstaltung in Schweinfurt.

85 Teilnehmer aus Unter- und Mittelfranken sowie aus der Metropolregion Hamburg konnten Ingo Egloff und der Leiter der HHM Repräsentanz in München, Jürgen Behrens, begrüßen.

Sebastian Schmitt, Abteilungsleiter Logistik beim metallverarbeitenden Unternehmen SKF GmbH, schilderte auf dieser Veranstaltung die Anforderungen der Verlader in der Region Mainfranken an eine Seehafenhinterlandverbindung im kombinierten Verkehr.

Hein Vedder, Geschäftsführer der Translog Transport und Logistik GmbH, ging in seinem Vortrag auf das umfangreiche Leistungsangebot des KV-Terminals Schweinfurt ein. Harald Rotter, Geschäftsführer der IGS Intermodal Container Logistics GmbH, widmete sich in seiner Präsentation dem neuen Intermodal-Angebot, das Schweinfurt außer mit Hamburg auch mit Bremerhaven per Bahn verbindet.

Den Abschluss der Vortragsrunde bildete die Präsentation von Thomas Cargnelli, Prokurist bei der CDN Container Depot Nürnberg GmbH. EHA

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