Y-Trasse: Alpha-Variante Favorit

Im Streit um die Y-Bahntrasse für mehr Güterzüge aus Hamburg und Bremen Richtung Süden zeichnet sich eine Alternative zur teuren Neubaustrecke ab. Der Kompromiss soll heute offiziell vorgestellt werden.

Im Dialogforum setzt sich Niedersachsen für die Alpha-Ausbauvariante ein. Bremen sieht diese Variante als vor übergehende Lösung.

Wesentlicher Grund für die unterschiedlichen Sichtweisen der Länder: Den größten Nutzen der neuen Gleise haben die Hafenstandorte Hamburg und Bremen, die meisten Lasten aber trägt Niedersachsen, wo es seit Jahren Anwohnerproteste gegen eine Neubaustrecke durch die Lüneburger Heide und angrenzende Landstriche gibt. Parteiübergreifend warben einzelne Abgeordnete in Niedersachsen daher bereits für eine Lösung ohne den Bau komplett neuer Trassen.

Die Alpha-Variante sieht einen Ausbau der Strecken von Lüneburg nach Uelzen und zusätzliche Ausweichgleise zwischen Nienburg und Wunstorf sowie Minden vor.

„Bremen wäre mit der Alpha-Variante als Ergebnis des Dialogforums zufrieden“, sagte der Sprecher der Wirtschaftsbehörde, Holger Bruns. Die Frage aber sei, ob das langfristig die Lösung der Probleme des Hinterlandverkehrs ist.

Auch Hamburg unterstützt die Alpha-Variante, die mehr Kapazität auf den Schienen schafft, betont der Sprecher der Wirtschaftsbehörde, Richard Lemloh. Wichtigstes Anliegen für Deutschlands größten Hafen sei es, schnell zu einer deutlichen Steigerung der Kapazität auf den Schienen zu kommen, sagte Sprecher Bengt van Beu nin gen. 2,2 Millionen Container schlug der Hafen im vergangenen Jahr über die Schiene mit dem Hinterland um – Tendenz weiter steigend. lni/fab

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