ZDS: „Alpha-Variante E“ kann Bedarf nur teilweise decken

Hosseus, Foto: ZDS
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat am Montag eine schnelle Umsetzung der „Alpha-Variante E“ gefordert.
Damit bezog der Verband mit Hauptgeschäftsführer Daniel Hosseus Stellung zur Eisenbahnanbindung deutscher Seehäfen im Städtedreieck Bremen-Hamburg-Hannover. Die Bahn hatte am Freitag dazu ihren aktuellen Planungsstand vorgestellt. Dabei war der vorgesehene Baubeginn jedoch offen geblieben. Bis 2030 soll die „Alpha-Variante E“ umgesetzt sein.
Die Planungsarbeiten müssten sofort beginnen und die Planfeststellungsverfahren schnellstmöglich zu Ende gebracht werden, stellte der ZDS jetzt fest. Der ohnehin strapazierte Seehafenhinterlandverkehr müsse entlastet werden. Bereits in der vergangenen Woche hatte der ZDS gefordert, dass die „Alpha-Variante E“ als „Vordringlicher Bedarf Plus“ im neuen Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben werden sollte.
Doch selbst eine vollständige Umsetzung dieser Variante biete „nur eine kurze Atempause“, führte der ZDS jetzt aus. Angesichts der prognostizierten starken Zunahme des Güterverkehrs in Norddeutschland drohe mittelfristig weiterhin das Erreichen der Belastungsgrenze im Schienennetz. Der ZDS vertraue darauf, dass der neue Bundesverkehrswegeplan, der in wenigen Wochen veröffentlicht werden soll, der Bedeutung der Seehäfen für die deutsche Wirtschaft umfassend Rechnung trage. fab
