2M: Einsparpotenzial auf dem Prüfstand

Dänisch-schweizerische Kooperation: Maersk und MSC wollen mit der 2M-Allianz ihre Containerschiffe effizienter einsetzen, Foto: Hasenpusch
Die weltweit größte Containerreederei Maersk ist zuversichtlich, die geplanten Einsparungen durch die Allianz 2M zu erreichen. Ölpreis- und Frachtraten-Entwicklung lassen aber Zweifel aufkommen.
Sieben Monate nach dem Start der Reedereiallianz 2M aus Maersk Line und der Genfer Mediterranean Shipping Company (MSC) ist der Konzern aus Kopenhagen zuversichtlich, die avisierten 350 Millionen US-Dollar an Einsparungen im ers ten Jahr auch zu erreichen. Die konkrete Berechnung erweise sich als aber als sehr schwierig. Vor dem Start waren beide Reedereien aufgrund ihrer Buchwerte von diesem Sparpotenzial durch eine bessere Auslastung der Schiffe und Routen ausgegangen. Was damals noch niemand absehen konnte: Die stetig fallenden Ölpreise haben massive Auswirkungen auf die Bunkerpreise und die Kontrakte zur Versorgung der Schiffe. Wie heikel die Preisgestaltung ist, zeigt der Konkurs des dänischen Versorgers OW Bunker. Auch hier führten Fehlspekulationen zu einer massiven finanziellen Schieflage.
Maersk-CEO Søren Skou sagte jetzt: „Wir haben uns im ersten Quartal auf die technische Implementierung von 2M konzentriert. Erst seit dem zweiten Quartal beginnen wir, auch die finanziellen Mechanismen zu erfassen, die hinter der Zusammenarbeit stehen und wirken.“ Skou ist zuversichtlich, dass sich an der vorhergesagten Summe in Höhe von 350 Millionen nichts ändert. Das sei ohnehin eine eher konserva tive Schätzung gewesen.
Analysten sehen das aber kritisch, zumal Maersk im zweiten Quartal wegen niedriger Frachtraten im Asienverkehr einen um sieben Prozent niedrigeren Gewinn in den Büchern stehen haben dürfte. Konkrete Ergebnisse wird Maersk Line am 9. September beim Maersk Markets Capital Day in Kopenhagen veröffentlichen. pk
