Berufung gegen Schettino-Urteil
Ein gutes halbes Jahr nach der Verurteilung des ehemaligen Kapitäns der „Costa Concordia“ hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Francesco Schettino war im Februar in Grosseto (Toskana) in erster Instanz wegen fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Er trug nach Ansicht des Gerichts die Verantwortung für den Tod der 32 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes. Die Opfer hätte es nicht gegeben, wenn Schettino das Rettungsmanöver „mit Sachverstand und Sorgfalt“ ausgeführt hätte, heißt es in der Urteilsbegründung.
Die Staatsanwaltschaft hatte 26 Jahre Haft gefordert. Auch Schettino hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt. Da der Schuldspruch noch nicht rechtskräftig ist, befindet sich der frühere Kapitän noch auf freiem Fuß. Das Schiff war im Januar 2012 vor der Insel Giglio mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf einen Felsen aufgefahren und gekentert. dpa/fab

