Bug der „Baltic Ace“ in Rotterdam

Die Bergung der „Baltic Ace“ (IMO 9386213) läuftt auf Hochtouren. Jetzt traf der Bug des am 5. Dezember 2012 rund 65 Kilometer vor der niederländischen Küste gesunkenen Autotransporters in Rotterdam ein.

Der Bug war zuvor von dem Schwimmkran „Taklift 4“ aus 36 Meter Wassertiefe geborgen und an Bord der „Smit Barge 2“ (IMO 8505886) gehievt worden. Am Haken des holländischen Schleppers „Viking“ (IMO 9431903) ging es dann für die „Smit Barge 2“ und ihre Fracht in den Waalhafen von Rotterdam, wo nun der Abbruch der Bugsektion in kleinere Teile zum Recycling erfolgt.

Nachdem die Bergungsarbeiten der „Baltic Ace“ im April dieses Jahres begonnen hatten, waren die ersten Wrackteile am 7. Juni gehoben worden. Verantwortlich dafür sind die Berger von Mammoet Salvage aus Schiedam und Boskalis Nederland aus Papen drecht. Sie sollen dafür sorgen, dass das Wrack möglichst schnell aus dem vielbefahrenen Seeweg entfernt wird, über den jährlich rund 16.000 Schiffe den Hafen von Rotterdam anlaufen. Nach aktuellem Stand ist geplant, die Arbeiten spätestens zum Ende dieses Jahres abzuschließen.

Für das Bergungsprojekt ist das Wrack der „Baltic Ace“ zunächst in acht Sektionen zerlegt worden. Allerdings wurden Teile des Fahrzeugdecks durch die Kollision und den Untergang stark geschwächt. Sie haben sich zwischenzeitlich durch das Zersägen noch weiter verzogen. Da das Öl an Bord und die mehr als 1400 Autos auf dem Deck ein erhebliches Risiko für die Umwelt darstellten, musste das Wrack vor der Bergung geräumt werden.

Nur elf Überlebende

Die „Baltic Ace“ war am 5. Dezember 2012 mit dem deutschen Containerschiff „Corvus J“ (umbenannt in „Charon J“) kollidiert und innerhalb von 15 Minuten gesunken. Von der 24-köpfigen Crew überlebten nur elf Seeleute. Sie wurden mit Helikoptern aus den Rettungsinseln geborgen. Die Besatzung stammte aus Polen, der Ukraine, Bulgarien und Philippinen.

Die „Baltic Ace“ (23 498 BRZ) war 148 Meter lang und 25 Meter breit. Sie fuhr unter der Flagge der Bahamas für die Baltic Highway Limited (Ray Car Carriers, Isle of Man). Der Ende 2005 bestellte Autofrachter war 2007 unter der Baunummer 8245/5 als das fünfte Schiff einer aus sechs Einheiten bestehenden Serie auf der Werft Stocznia Gdynia im polnischen Gdingen gebaut worden. Medien berichten zur Folge betrug der Versicherungswert 50 bis 60 Millionen US-Dollar. bre

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben