Bulker: Erholung nicht vor 2017

Die Bulkschifffahrt bleibt zunächst in der Rezession.

Wie das Beratungsunternehmen Drewry jetzt in seinem aktuellen Marktbericht für Dry Bulk ausführt, wird eine Erholung der Märkte frühestens 2017 einsetzen. Als wesentliche Gründe nennt Drewry die gesunkene Nachfrage nach Eisenerz und Kohle, zudem das Überangebot. Das habe dazu geführt, dass die Preise für beide Rohstoffe virtuell im freien Fall sind.

Diese Entwicklung zieht die Bulkschifffahrt weiterhin in Mitleidenschaft, was sich vor allem in den geringen Erlösen der Massengutfrachter widerspiegelt, so Drewry. Immerhin bestehe für kleinere Einheiten Grund für etwas Optimismus, weil die Nachfrage im Getreidehandel anzieht. Die insgesamt betrachtet schwierige Situation bei Bulkern setzt laut Drewry immer mehr Fragezeichen hinter die Zukunftsfähigkeit der Marktteilnehmer.

Angesichts der unsicheren Prognosen für die Wirtschaft hat Drewry zwei Szenarien für die weitere Entwicklung der Charterraten in der Bulkschifffahrt entworfen. Das wahrscheinlichste Szenario sei, dass die Nachfrage in diesem Jahr stärker wächst als das Angebot. Im zweiten Szenario hat Drewry die künftige Nachfrage von China nach Eisenerz und von Indien nach Kohle dagegen etwas verhaltener eingeschätzt. Das hätte entsprechende Auswirkungen auf die Chartermärkte, wie die Prognose für einjährige Zeitcharterraten für Capesize-Bulker zeigt (siehe Grafik).

Sollte das zweite Szenario eintreten, würden es viele Schiffseigner schwer haben zu überleben, sagte Drewry-Analyst Rahul Sharan. „Wir erwarten leichte Verbesserungen der Einnahmen ab dem dritten Quartal, doch das wird zu wenig sein, um die Einnahmen spürbar zu stützen“, so Sharan. fab

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