Chaos in Dover befürchtet
Knut Sander, Chef der Robert Kukla Spedition, hat jetzt vor einem Chaos bei der Lkw-Abfertigung im britischen Kanalhafen Dover gewarnt. Im Falle eines harten Brexits werde die Einfuhr von Waren über Dover „kaum noch möglich“ sein, sagte er bei einem Themenabend des Short Sea Shipping Inland Waterway Promotion Center (SPC). Studien zufolge drohten bis zu 27 Kilometer lange Staus und Standzeiten von bis zu drei Tagen. Außerdem werde sich „der Laderaum von und nach UK erheblich verknappen“. Es werde viele Unternehmer geben, die dann überhaupt nicht mehr nach UK fahren. Sander wirbt daher dafür, stärker auf die Alternativlösung Shortsea-Verkehre umzuschwenken. Sein Unternehmen bietet in diesem Bereich tägliche Abfahrten und bewegt jährlich rund 4000 40- und 45-Fuß-Boxen in dem Trade. Als Vorteil führt er an, dass es im Empfangshafen sieben Tage standgeldfreie Zeit gebe. „Diese Zeit kann dann für eine Importzollabfertigung ohne Zusatzkosten genutzt werden“, so Sander. sr