Chartermarkt hofft auf Normalisierung
Zwei Millionen TEU: Diese Menge an Ladung hat die Containerschifffahrt im Zuge des Ausbruchs des Coronavirus SARS-CoV-2 verloren, wie der Verband Hamburg und Bremer Schiffsmakler jetzt berichtete. Die Bekämpfung der Epidemie sowie der daraus folgende Anstieg von blank sailings üben spürbar Druck auf den Chartermarkt aus. Allerdings sei inzwischen auch zu beobachten, dass nach teils drastischen Quarantänemaßnahmen in China zumindest langsam die Normalität zurückkehrt. Setzt sich diese Entwicklung fort, dürften die davon ausgehenden Impulse für die Märkte bereits zeitnah zu spüren sein, so der VHBS.
Für den New ConTex ging der Sinkflug in der vergangenen Woche jedoch ungebrochen weiter. Der Index verlor abermals sechs Punkte und schloss mit 397 Zählern erstmals seit Juli 2019 wieder unterhalb der 400-Punkte-Marke.
Der größte Rückgang war bei den 4250-TEU-Einheiten zu beobachten. Auch die mittleren Schiffsgrößen mussten niedrigere Raten hinnehmen, wenngleich der VHBS von „regen Marktaktivitäten mit einer stabilen Anzahl von gemeldeten Abschlüssen“ berichtete.
Bei den 1700-TEU-Carriern gebe es ebenfalls Hoffnung für die Eigner: Das Überangebot in dem Segment sei aufgrund der zuletzt robusten Nachfrage nahezu verschwunden. Das muss sich nun jedoch noch in den Charterraten niederschlagen, die zuletzt spürbar nachgaben. ger