China fusioniert Reedereien

In der chinesischen Reederei- und Schifffahrtsbranche steht Insidern zufolge eine Großfusion bevor.

Die beiden staatseigenen Unternehmen China Ocean Shipping Company (COSCO) und China Shipping Group führen Gespräche über einen Zusammenschluss, wie eine mit den Plänen vertraute Person jetzt in Peking bestätigte. China hatte bereits vor einigen Monaten angekündigt, die Schifffahrtsbranche des Landes mit verschiedenen Reformen auf Vordermann bringen zu wollen. Konzerne wie China Shipping und COSCO, die sich am griechischen Containerhafen von Piräus beteiligen wollen, hatten zuletzt hohe Verluste eingefahren. Offiziellen Angaben zufolge gibt es in der Volksrepublik 240 Schifffahrtsunternehmen. Durch die Abkühlung der chinesischen Konjunktur und niedrige Wachstumsraten schlägt deshalb die seit sieben Jahren währende Schifffahrtskrise auch auf chinesische Unternehmen durch.

Die an der Börse in Peking gelisteten Töchter der beiden Staatsholdings wurden bereits vergangene Woche vom Handel ausgesetzt. Zur Begründung hatte es geheißen, es stünden „bedeutende Ankündigungen“ bevor. Das chinesische Wirtschaftsmagazin „Caixin“ berichtete, die Regierung habe die beiden Unternehmen aufgefordert, innerhalb der nächsten drei Monate einen Fusionsplan auszuarbeiten. Alle Beteiligten lehnten einen Kommentar dazu ab.

COSCO und China Shipping sind laut Angaben der Unternehmensberatung Alpha liner die weltweit sechst- und siebtgrößten Reedereien. An der Börse wären die beiden Konzerne zusammen rund 20 Milliarden Dollar wert. Die weltgrößte Containerreederei Maersk kommt auf eine Marktkapitalisierung von 18 Milliarden Dollar. Erst jüngst hatten sich die deutsche Reederei Hapag-Lloyd und die chilenische CSAV zu einem Unterenehmen zusammengeschlossen. rtr/pk

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