China kurbelt Nachfrage nach LNG an

Der Markt für verflüssigtes Erdgas entwickelt sich nach einer Studie von Shell vor allem in Asien sehr dynamisch. Sollte die Nachfrage weiterhin steigen wie bisher, werde es Mitte der 2020er Jahre zu Engpässen bei der Versorgung kommen, bestätigt der Energiekonzern seine bereits vor einem Jahr getroffene Aussage.

„Die Anstrengungen Chinas, die Luftqualität in Ballungsräumen zu verbessern, haben die LNG-Importe 2018 um 16 Millionen Tonnen steigen lassen“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Report. Das entspreche einem Plus von 40 Prozent zum Vorjahr. „Der Nachfrageschub aus Asien hat unsere Erwartungen erneut übertroffen. Wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt“, sagte Shell-Direktor Maarten Wetselaar.

China hat damit für einen Großteil des weltweiten Nachfrage-Anstiegs um 27 auf 319 Millionen Tonnen gesorgt. Bis 2020 rechnet Shell mit einem weiteren Nachfrageschub auf 384 Millionen Tonnen LNG. Allein im laufenden Jahr werde das globale Angebot um 35 Millionen Tonnen zunehmen, die vollständig von Asien und Europa verbraucht werden. Auf der Angebotsseite hat Australien zum führenden LNG-Exporteur Katar aufgeschlossen. Die beiden Hauptexporteure seien gut aufgestellt, um die schnell wachsenden Märkte Asiens zu versorgen.

Shell hatte bereits vergangene Woche kräftig die Werbetrommel für LNG gerührt: Verflüssigtes Erdgas habe ein hohes Potenzial, bei Schiffen und schweren Lkw den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken, hieß es (thb.info 20. Februar 2019). Bis zum Jahr 2040 könnten sich allein in der Schifffahrt die Emissionen von Treibhausgasen um 132 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren. 6000 vor allem größere Schiffe könnten bis dahin mit LNG angetrieben werden. fab/dpa

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